Your search within this document for 'breit' resulted in 15 matching pages.
1

“...aldenburgks reise nach brasilien gen werden, so sind die Farinwurtzeln von aussen schwartz, in- nen weiC, lang, dick, hart, voller Gifft, wachsen in diesem Land hauffig, an statt deB lieben Getreyds, werden von den Inn- wohnern auBgegraben, in frisch Wasser geleget, welches die venin benimmet, auBgepresset, an der Sonn gedrret, gleich Seegmeel gestossen, vnd ohne ferner zurichten also gebrauchet, das sehr wol settiget. Patatas ist ein liebliche Wurtzel, zweyerley art, roht vnd weiB, welche wann sie gebraten oder gekochet werden, gleich Castanien zu schmecken seyn. Zn deme an einer schonen bonanenrispen oder Frucht hat ein Person zu tragen, ist gleich Cucumern, gelb von der Farb, sB, lieblich zu essen, die kurtzen vnd dicken werden genennet bonanen, aber die krummen vnd spitzlanglichten bacoben^). Dieser Fruchtbaum treibet ein weiches fettes Holtz, welches wir mit einem Cappmesser zerstckten, seine Bletter seind 6 Schuhe, auch lenger, zimlich breit, vnd wann derselbe...”
2

“...richshoffers reise nach brasilien dern er muBte von vnserem Schiff der erste daran, dessen Leich- begangnuB dann nach Schiffs gebrauch folgender gestalt ge- halten worden: Auff den Abend wurde er in einer Sergen ein- genehet, oben auff das Schiff getragen, vnd so lang fr den grossen Mastbaum gelegt, biB das ordinari Gebett verrichtet ward, darnach nahmen ihn etliche Mann bey dem Kopff vnd Fssen, zahleten eins, zwey, drey, vnd damit warffen sie ihn ber das Schiff hinauB ins Meer, da er dann sonder zweiffel den Fischen vnd nicht den Schlangen oder Wrmen zu theil wor- den, die BegrabnuB war so groB, breit vnd tieff, daB wir sie auch in dem hchsten Mastkorb nicht bersehen konten. Der Alhnachtige GOtt gebe ihm ein frliche Aufferstehung. Den 31. batten wir ein stl Wetter, derowegen muBten die Schiffzimmerleuth vnser Schiff auBwendig saubern. Den 1.2 3.4. vnd 5. August giengen wir Sd Ost gegen Osten an, sahen endhchen von den Canarischen Insulen St. Palma gnant, wir hessen...”
3

“... gebracht, vnterdessen ist mir in dem alten Quartier mein hinderlassene Kiisten von einem Dieb auffgebrochen, vnd ein schnes kleid mit silbern PaBmenten, eines Daumens breit sampt briger Zugehr, nicht weniger mein weiB Gezeiig, wel- ches aUes ich so schn vnd gut als einer vnter der gantzen Compagni, ja ohn Ruhm zumelden, besser dann vnter dem Regiment gehabt, darauB gestohlen worden, habe also bey berbringung der Bagagie die leere Kst empfangen, vnd nichts mehr brig gehabt, als was ich mit in die Schalupp ge- nommen, da es dann wohl geheissen Pauvre Soldat. Den 24. deB Morgens gegen Tag, that der Feind einen Anfall auff die Insul Antoni Vaz mit solcher resolution, daB sie nicht allein die Brustwehr herstigen vnd ein klein eisern Stcklein auff der Batterie auB den Laveten geworffen, sondern auch...”
4

“...- wisser ziehlen knnen, vnd sie zu erst Feuer geben lassen, konte aber kaum auBreden, da fiel ich mit sampt meiner Musqueten ber einen hauffen, vnd ware mir nicht anderst, als wann ich mit einem grossen Backenstein fr den Kopf geworffen worden were, hrete gleichwohl einen sagen. Nun StraBburger troste dich GOtt, du hast auch deinen Rest, in deme erholte ich mich vnd stund allgemach wider auff die Fsse, da verwunderte er sich, vnd zog mir ein stcklein Holtz, welches die Kugel von einem Nastlein ab- mir aber eines gleiches lang in die Stirne ge- schlagen, herauB, darauff mir das Blut bers Gesicht vnd den gantzen Leib herab geflossen; Als nun solches mein Camarade Hantz Carol SpieB erfahren, vnd vermeinet ich were todt ge- schossen, hat er mich woUen wegtragen helffen, darber ihm aber bey nahe ein grosser Unglck begegnet were, ween ein Stuckkugel von der Schantz nicht ber eines Schuchs breit...”
5

“..., weisse Augen, grosse Augbraunen, kleine Ohren, schwartze krause Haar. Wie ich dann keinen Mohren gesehen, so lang ich da zu Land war, der gelbe oder rothe Haar gehabt hatte. Die Nasen trcken sie ihnen in der Jugend breit, und hal- tens fr eine grosse Zierd, wann der Mund zimlich groB, dicke Lippen, als wann sie ihnen geschwoUen weren, die Zahn schneeweiB, wie Helfenbein. Sie tragen Hltzlein bei sich, 2. Finger lang, in der dicken, wie ein Federkiehl, das zerbeissen Sie, und reiben die Zahn damit, welches nicht nur schn macht, ) Mulatten. *) S. De Marees, Cap. 4....”
6

“...hemmersams reise nach guinea und brasilien sondem dieselben auch gut erhalt, dafi ich niemals gehort, daC einem Mohren die Zahn wehe thaten. Etliche feilen sie spitzig, besser damit zu beissen, welches mit verwunderung zu sehen ist. Sie bekommen wenig Barts, werden auch wol 30 lahr alt, eh er sich erzeigt, seyn breitschulterig, haben dicke Arm, grosse Hand, und lange Finger, und welcher vor den an- dem etwas wil angesehen seyn, last die Nagel daran sehr lang wachsen, haltens aber sauber, und sind ihnen offt dienstlich zum eiligten GoldauBwiegen, wann Sie Keine Lfel haben, solches damit aufzufassen. Die Beine sind lang, die FB breit und lange Zehen. Ihre Haar schneiden Sie einander offt ab, aber nicht mit Scheer- messern, darvon Sie nichts wisseni, sondern mit andem scharf- fen Messem, so sie selbst zuzurichten wissen, weil Sie keine Barbirer haben, Sie sind alle hart und schwartz, wie Burster, Hand, FB, und Lippen, sind inwendig oder unten weiB und lind, von Jugend...”
7

“... auch, welche sie her- nach zu Zaun umb ihre Hauser machen und gebrauchen. Die Blatter da von, dorren Sie in der Sonnen, schneidens, und fUens ein, wie Strosack, so man in Teutschland braucht, die Kmer aber, so sie von der Millie abgerissen, und nach HauB getragen, geben Sie ein paar Handvoll ihren Weibern, welche dasselbe auf einen Stein legen, welcher breit und groB, und weil es nicht gar zu hart, auch in keinen hlsen steekt, ist solches von Ihnen, mit einem runden Stein, bald zerrieben, dann sie daselb- sten keine andere Mhlen haben, und, so es zerriben, backen sie kleine Brod, wie bey uns die Creutzer Laiblein, so sie Can- *) S. De Marees, Cap. 25, 26, 34....”
8

“... vielerley Art gekocht, und so sie in Aschen gebraten werden, schmecken sie, wie die oben gedachten ErdnB oder Castanien. Die Indianische Feigen, Banana genannt, wachst auB dem Baum, weil er keine Zweig, sondem Klaffterlange Blatter, dreyer Hand breit hat, die Tiircken sollen es fiir Papier ge- brauchen knnen. Der Baum hat kein Holtz, ist nur wie ein Strauch, von zusammengewickelten Blattem, eines Manns hoch, darzwischen kombt eine Blumen, in der Grosse, wie ein Strauffen Ey, Pfersig-Farb, darauB wird ein Stengel, daran die Feigen eng an einander wachsen, wie ein Trauben. Wann es auBgewachsen, ist die Frucht Spannenlang, und so dick, als ein Kmmerling, wird nicht nur die Frucht, sondern alsdann der ) Batatten Oder Patatten (Batatas edulis), Eng. sweet potatoes. ) Banana ist ein guineisches Wort....”
9

“...HEMMEKSAMS REISE NACH guinea UNO BRASILIEN mit der Hand hinein gelangt, und heraufi gethan. Sie fangen auch viel mit Angeln, Zucker- Rohm, und Stricken. Die Fisch, so sie mit Netzen fangen, seind unsern Hechten nicht viel ungleich, auch fangen sie die Hayen damit, welche offt, langer als ein Mann, und zimlich dick sind, haben runde Mauler, und fnf Reyen Zahn hintereinander, damit sie so starck, und offt Menschen, so baden wollen, die Bein gantz ab- gebissen, und wol gar aufgefressen, wann sie nicht geschwind haben entkommen, oder man ihnen nicht hat helffen knnen, wie es dann vielmal geschehen, und essen die Mohren solche Fisch, aber die Teutschen nicht, dann es die Kpf toll macht. Auch fangen Sie Fisch im December, Korkowares genannt, seynd fast so breit als lang sie sind, haben ein Schwantz wie ein halber Mond, kleine Schuppen und wenig Grat, so sie aufge- than werden, sehen sie weiB, und wann sie gekocht, rthlich, wie ein Stoer, und schmecken gut, sonderlich der...”
10

“...hemmersams reise nach guinea und brasilien benamen sind. Unter andern auch viel, so den Thieren gleichen, als Seepferd, die Gestalt ist vom die Helfft, die hinter Helfft aber, wie ein Fisch, auch See-Schwein, haben aber vorn keine FuB, wie die Pferd, sondem nur der Kopf ist so gestalt, auch sind ihnen die Schwantz breit, und zerspalten, stehet ihnen auch nicht, wie anderen Fischen, sonder auf die seiten gewend, wie der Walfisch, sind gemeiniglich 5. oder 6. Schuh lang, schnauffen sehr, und leben gleicher SpeiB, wie die Schwein, und so sie sehr gruntzen, bedeutets Ungewitter. Es gibt auch Fisch so fliegen knnen, und zimlich weit, seynd gantz roth, haben ein breitlichen Kopf, auch diinne Fliigel, wie eine FledermauB. Auch fiengen Sie auf eine Zeit einen grossen Schwerdfisch, und als ihr Cano zu klein dazu war, fuhren Sie zu eim grossen Schiff, sagtens daselbst, und baten, daB Sie ihnen zu Hlff mochten kommen, da gaben sie ihne ein starckes Se, so an des Schiffswerbel war...”
11

“...hemmersams reise nach guinea und brasilien 57 Ihre Gewehr ist wie ein Hackmesser, vorn zweyer Hand breit, und eines Arms lang, das stecken Sie zwischen einen Le- dern oder Tuchen Riemen, so Sie umb sich gegrt, und zwischen den Beinen durchgehet, mit einem kleinen leinen Tiichlein, einer Hand breit, ihre Scham damit zu bedecken, dann Sie tragen ihre gewhnliche Kleider nicht im Kriege, es ware ihnen verhinderlich. Und diese Hackmesser gebrauchen sie, an statt der Degen, in der lincken Hand haben sie einen langen Schild, sich damit zu schiitzen, in der rechten Hand aber ihre Assagay, welches ein langer Stock, einer Klafter lang, und Daumens dick, so rund und vorn ein Eisen, gleich einer Pieken, sein aber mit Zancken, solche werffen sie aus der Hand, 20. Schrit weit, und, so sie es mit Gift schmiren, und einen treffen, ist er nicht wol zu heilen, muB auch of ft einer davon sterben. Theils umhengen sich mit Federn, Ochsen- und Elephanten Schwantzen, oder setzen allerhand...”
12

“..., klein und groB, Mannlein und Fraulein, etliche sein gantz braun, haben ber den Rucken ein rothen Striemen, und am Maul ein Bart, von weissen Haaren, eines Fingers lang und breit, der Schwantz ist dnne, mit schwartzen Haam bewachsen, die werden Bart- mann geheissen, sind kurtzweilig, etliche, aber so weisse BlaBlein auf der Nasen haben, wurden WeiB Nasen genannt. Es gibt auch etliche so baurigens genennt werden, sind graulicht von Haam, und lassen sich abrichten, wie die Hund, andre aber, so MyUner genennt werden, welche auch lustig, und abgericht werden, iren Schwantz auf einen FuB zu tragen, und auf den ) s Gravenhage: der Haag. ) Ndl. Boertkens, d. h.: Bauerlein. S. De Marees, Gap. 30. ) Von ndl. molenaar oder mulder und muUenaer, deutsch: Muller....”
13

“...HEMMERSAMs REISE NACH guinea UNO BRASILIEN dreyen Fiissen einen nachzulauffen, wie ein Hund, haben Fiis- se an Gelenck, und Nageln, wie eines Menschen Hand, sind nicht grosser als bey uns eine gemeine Katz. Andere, soim Land Bucht und Calbarien i) gefunden, und nach diesem Castell de Mina, zu verhandeln gebracht, von den Schiffleuten KeeB *) genennt werden. Welches Affen seyn, in GrB eines Hunds, und so lustig, als ein Mensch, werden auch darumb viel auB dem Land gefiihrt, sie sind bB. Die Mannlein davon, sollen so un- keusch seyn gegen die Mhrin, daB sie dieselbigen sehr zer- kratzen und beissen, wann sie sich wehren, und ihnen ihren Willen nicht wollen vollbringen lassen. Wie die Ciwet-Katzen gefangen werden, ist hierinn schon gedacht worden. Es ist ihre Stallung, wie ein Hner Korb, wann man ihnen den Biesem nehmen wil, so langt ein Mohr mit einem langen Spriessel einer Hand breit hinein, die Katz fest zu halten, ein andrer aber ziehet sie bey dem Schwantz durch das...”
14

“.... JORIS DE MINA Dasselbe Castell aber liegt in dem Knigreich Guinea, in Africa, starck und auf einen Steinfelsen gebauet, da auf der einen Seiten das Meer anstsset, und ist solches bald viereckigt, doch mehr langer, denn breit, hat vier Batterien, und als man in das CasteU hinein kombt, ist ein weiter Platz, auf welchen eine Kirchen, so anietzo zu einem Kauf- oder HandelsHauB gebraucht wird. *) Chama. ) Die vorliegende Beschreibung des Castells ist die alteste der gedruckten Beschreibungen, welche nach der Eroberung (1637) publiziert wurden. Zwei sehr schone Abbildungen aus dieser Zeit findet man bei Barlaeus Rerum ges- tarum Historia etc. Amsterdam, Job. Blaeu, 1648, Holl. Uebers. Haag, 1923. S. 66 und 72....”
15

“...HEMMERSAMs REISE NACH guinea UNO BRASILIEN Stiick wilde Mohren, so sie Daboyer nenneten ^), und ihrer bey dreyhundert seyn sollen, haben aber keine bleibende Stadt, sondern wandeln zu unterschiedlichen starck, bald da, bald dort im Land herumb, haben ihre Weiber bey sich, so sie schwanger und die Geburtsschmertzen iiberfallen, treten sie vielmals, wann es hart hergeht, mit Fssen das Kind aus Mut- terleib. Den Kindern trucken sie oben den Kopf breit, wie sie dann alle aussehen als wann ihnen Stcker von der Hirnschalen gehauen worden, ihre Ohren Nasen und Lippen sind weit auf- geschlitzet, selbige mit allerley Zierd behenckt, sehen also unaussprechlich heBlich, haben nichts zu ihrer Gewehr als Pfeil, von sonderlicher Art, welche sie mit grosser Behandig- keit werffen und gewiC treffen konnen. Dem ersten Martii Neuen Calenders sein wir von diesem Land widerumb zu Schiff gangen, und waren hundert und dreysig Personen auf diesen Schiff Harlem darauf ich war, die andern...”