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“... denkender, gebildeter Mensohen in dieser Gegend, deren Unwirthlichkeit allmahlig ein unbehagliches Geftlhl der Einsamkeit bei uns erweckt hatte, wie ich es nicht einmal iri den Waldern des innern Surinam empfunden. Denn dort giebt es doch mindestens Thierstimmen, welche die Einsam- keit beleben und der Pflanzenwuchs liefert in seinen stets wechselnden Formen eine Ftllle von Anregung; an der NordktSste von Aruba dagegen, wo von Pflanzen kaum eine Spur zu linden ist (ich spreche hier selbst- redend nicht als Botaniker), und in Folge dessen auch kein Thierlaut sich vernehmen lasst, bildet die Brandung des Meeres das einzige Ge- rausch, welches die Stille unterbricht, und die kahlen Felswande wirken erkaltend auf das Gemtlth ein, so pittoresk auch ihre Formen sein mögen. Der Warawara, welcher in den Ltiften seine Kreise zieht, findet kaum Gelegenheit hier auf eine Beute herabzustossen, es sei denn auf eine Eidechse, welche sich verirrt um stumm in der lautlosen Natur zu verenden. An...”
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“... wtlnschen übrig Hess und daran die zeitweilige Einstellung der Arbeit zu- zuschreiben sei. Die Quarzite sind die Muttergesteine auch des alluvialen Goldes, welches nach Zertrümmerung der Gesteinsbrocken sich unter die Verwitterungs- producte des alteren Gebirges, namentlich des Diorites, gemengt hat und auf dieser secundaeren Lagerstatte hin und wieder zu grosseren Klumpen concentrirt worden ist. Wie dies geschehen sein mag, ist freilich nicht anzu- geben, aber es ist eine bekannte Thatsache, dass abgebaute Seifengebirge sich nach einer Reihe von Jahren wieder von Neuem in Folge einer derartigen Concentrirung des Goldes anzureichern vermögen. Interessant...”
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“... solchen Verhaltnissen auf Einer Terrasse die alteren, tertiaeren und die jungen, recenten Bildungen ohne scharfe Grenze in einander übergehen können und dass bei der grossen, petrographischen Gleichartigkeit es unter Umstanden unmöglich wird die Scheidung von A (recenter Kalk) ~iawwt’MM»™ |------------ und B (Tertiaer) mit Sicherheit anzugeben, es sei denn dass man langs der ganzen Kuste grosse Sammlungen von organischen Resten zusammenbrachte und tur jeden einzelnen Punkt den Procentgehalt lebender Arten feststellte — fast die Aufgabe für eine Reihe von Jahren. Daher ist auch die folgende Darstellung nicht frei von subjective! An- schauung, so weit es die Abgrenzung des Tertiaers nach der Küste zu gilt, als wahrscheinlich lasst sich dagegen Folgendes annehmen. Die tertiaeren Kalke, welche westlich der-von „SpaanscheLagoen” endigen, aber spater im Carachito, sudlich vom Hooiberg, sowie weiterhin im Serro di Patrieschi wieder ihre Fortsetzung finden (vgl. 4. Febr.), trifft man...”
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“...464 durfte ich doch annehmen, dass mir nichts ftlr die Geologie des Eilandes Wesentliches entgangen sei. Die beiden noch übrigen Tage wurden deswegen hauptsachlich ftlr die Einftlllung der Karte und des Tagebuchs sowie ftlr das Verpacken der Sammlungen verwendet. Einen kleinen Ausflug untemahm ich noch nach dem Carachito, urn daselbst einige Skizzen von indianischen Zeich- nungen zu nehmen. Dieselben befinden sich in Höhlen des tertiaeren Kalkgebirges, welches hier auf Syenit ruht. Bemerkenswerth ist, dass die Grotten genau den gleichen Charakter tragen wie diejenigen an der Nordktlste und dass sie somit eine weit ins Innere der Insel gerückte Strandlinie repraesentiren, in schönem Einklange mit den oft erwahnten, abenteuerlichen Erosionsformen, welche die Syenitblöcke in der an- grenzenden Ebene von Santa Cruz aufweisen. Geologisches Resultat. Als alteste Bildung von Aruba betrachte ich die steil aufgerichteten Schiefer, welche in den Schluchten von Fontein und auf...”
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“... Rticken, im Üebrigen ist es fiach und vielfach durch seine eigenen Verwitterungs- producte ausgeebnet worden. Alle diese alteren Formationen werden von zahlreichen, goldführenden Quarzgangen durchsetzt. Von mesozoischen Ablagerungen ist keine Spur zu finden, doch ver- dient es Erwahnung, dass sich unter einer Anzahl von Fossilien, welche ich als „abkünftig vom Serro Colorado” erhielt, auch das Bruchstück eines Ammoniten befand. Da nun alle übrigen Petrefacte unstreitig den tertiaeren Phosphaten des Colorado angehörten, nach Aussage des Schenkers auch sicher kein fremdes Material beigemengt sein konnte, so ist es wohl denkbar, dass der genannte Ueberrest von zerstörten, mesozoischen Schichten abkünftig und wahrend des Absatzes der tertiaeren Korallenkalke in diese eingebettet worden sei. Tertiaere Kalke bilden das niedrige Plateau, welches sich südöstlich von der Dioritformation bis nach Colorado ausdehnt und dessen höchster Punkt der letztgenannte, nur etwa 40 m hohe Berg ist...”
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“...472 aber bald darauf landeinwarts und durcbschneidet langsam ansteigend einen Gürtel tertiaeren Kalkes, welcher hier die Ebene von Rincon um- saumt. Es ist derselbe Kalk, dem wir bereits bei Fontein begegnet sind, aber der Thaleinschnitt, durch welchen der Fahrweg sich hinzieht, er- weckt einen noch prachtigeren Eindruck durch die endlosen Mengen ab- gestürzter Blöcke, welche so bunt durch einander geworfen sind, dass es scheint, als ware hier der Untergrund gewaltig gerüttelt worden. Des- wegen glaubt der Einwohner Bonaire’s darin auch die Anzeichen von Erdbeben zu sehen, obgleich es ihm bekannt ist, dass zu Zeiten machtige Felsen ohne eine solche erregende Ursache herabstürzen; denn man zeigte mir unter Anderen einen haushohen Block, welcher noch vor wenigen Jahren gefallen sei. Der wichtige, geologische Factor „Zeit” ist jndessen dem Laien der Insel so wenig gelaufig, dass es ihm nicht denkbar erscheint, es könnte die Summirung solcher einfacher Vorgange, wie es der...”
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“..., dem Meere zugewendet, lassen aber nirgends eine gesetzmassige Lagerung erkennen, sondern gehen ohne scharfe Grenze in die umgebenden Korallenkalke über, aus denen sie in Folge einer Meta- morphose sich gebildet haben. Interessant ist, dass in diesen unregel- massigen Nestern sich unter Anderen die Ueberreste von Carcharodon megalodon Ag. befinden. Bei hellem Mondenscheine fuhr ich mit einem Theile unserer Gesell- schaft, den Herren Gravenhorst, Molengraaff und van de Poll nach der Rhede zurück, in der Absicht am folgenden Morgen mit Letzterem die Insel zu verlassen. • 22. Februar. Unsere Abfahrt liess sich an diesem Tage leider nicht bewerkstelligen, denn die Matrosen weigerten sich unsere in Slachtbai zurückgebliebene Bagage mit uns abzuholen und von dort nach Curasao zu fahren, da das Unternehmen lebensgefahrlich sei; es stürmte sehr, so dass in der Nacht das Haus unter dem Andrange dés Windes zitterte. Es blieb mirdahernichts Anderes übrigals selbst über Land zu gehen...”
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“... Gattung Dania nicht zu unterscheiden waren, aber ft andererseits völlig mit der cretaceischen Gattung Radioliies übereinstimmen. Namhaftel Palaeontologen, welche das Fossil von Curasao untersucht haben, erklarten sich anfangs 1 theils für diese, theils für jene Bestimmung, und so weit ich augenblicklich die Sach-1 lage übersehen kann, will es mir scheinen, als ob Dania überhaupt nichts Anderesl als ein Bruchstück von Radiolites sei, dessen Alter in der Literatur irrthümlich als } silurisch angegeben worden ist. Das würde dafür sprechen, dass die in Rede stehendenl Schichten der Kreideformation angehören, aber da nur Bruchstücke des Fossils darinft vorkommen, so könnten sie sogar noch jünger sein. — Das Gestein ist sehr stark ft metamorphosirt. — Spater werde ich ausführlich auf diesen Gegenstand zurückkommen 1 müssen. (Bemerkungen und Zusatze w ah rend des Drucks. 8 Novbr. ’85)....”