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“... Cereus-Art bestehen, die
hier bis zu Haushöhe erreicht, so zieht mit ihnen doch sogleich auch das
thierische Leben in die Gegend ein. Schreiende und zankende Parakieten
sahen wir in Ueberfluss und der Tjutjubi, ein Vogel welcher im Habitus
und Farbung dem Lanius excubitor einigermassen ahnelt (leider habe ich
ihn nicht bekommen können), Hess hin und wieder einen anmuthigen
Gesang hören, nicht unahnlich demjenigen unserer Drossel.
Es dtlrfte den Leser kaum interessiren, die genaue Route zu erfahren,
welche wir im weiteren Verlaufe des Tages einschlugen, das Syenitgebirge
in verschiedenen Richtungen durchkreuzend, und beschranke ich mich
deswegen darauf, hier noch kurz der Besteigung des „Serro Plat” i) zu
gedenken, eines Gipfels, welcher durch eine machtige Bedeckung ter-
tiaeren Kalkes ausgezeichnet ist. Diese Thatsache istvon hervorragendem
Interesse, weil sie uns anzeigt, dass die tertiaere Kalkablagerung bis ins
Innere von Aruba und bis zu betrachtlicher Höhe sich ausdehnte...”
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Grenze des Syenitgebirges und langs der ganzen nordöstlichen Koste sind
die alteren Bildungen von einem Gürtel des Tertiaers umgeben, der aber
vielfach durchbrochen ist. Einzelne Kalkfetzen liegen noch isolirt auf
den Gehangen des^ Dioritgebirges nach der Koste zu, sowie auf dem
Gipfel des Serro Plat im Innern der Insel; auch wurden weit von dem
jetzigen Ufer des Meeres in den Thalern des Dioritmassivs Spuren einer
früheren Kalkbedeckung wahrgenommen.
Es geht hieraus hervor, dass die Insel Aruba im jungtertiaeren Zeit-
alter (denn die Kalke können nicht alter sein) zum grössten Theile unter
dem Spiegel der See begraben war, so dass nur die höchsten Spitzen aus
ihm hervorragten. Beim Auftauchen aus dem Oceane sind sowohl im
Innern des jetzigen Eilands als an den Kosten ausgedehnte Ablagerungen
des Tertiaers wieder zerstört, die Uferterrassen und die ausgewaschenen
Höhlen liefern hierfür den Beweis. Auch hat ein grosser Theil des
Syenitgebirges, nachdem es der...”
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