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“...339 nicht lange vergebens. Die südöstliche Ecke Aruba’s, woselbst die Phosphatgesellschaft ein reges Leben hat aufblühen lassen, kam bald zu Gesicht, erfreulich ftlr die industriellen Interessen, unglaublich öde und eintönig für den Naturfreund; nackte Felsen von der Brandung der See umspült, ein sandiger Strand mit einigen Cocospalmen, das ist Alles was hier durch die Natur dem Beschauer geboten wird. Dann fuhren wir langs der Korallenriffe, welche das stidwestliche Ufer der Insel umsaumen, und sahen auf ein niedriges Küstenland, vielfach mit Aloe bestanden und bisweilen mit kleinen Hausern besetzt, deren heil gettlnchte Mauern uns freundlich entgegen leuchteten. Hinter ihnen erhob sich das Gebirgs- land, welches an die Nordküste der Insel stösst, darunter der Jamanota und Ariekok, und spater kam auch der in seiner Form einem Vulkane ahnelnde Hooiberg zu Gesicht. Da waren wir auch schon in der Nahe des Hafens und nicht lange nachher am Steiger, wo unsere Mitpassagiere...”
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“... Cattunrocke und gleicher Jacke besitzen. Die Manner tragen Beinkleid, Hemd und Strohhut, in ihrer Tracht durchaus europaischen Arbeitern gleichend. Als wir unter den'Baumen unsere Mahlzeit einnahmen, kam mir dies fast wie eine Grausamkeit gegenüber allen andern lebenden Wesen hier vor, denn Hunger hatte das Schwein, welches seine steinerne Einfriedi- gung schreiend zu übersteigen sich bemtlhte, Hunger flatten unsere Esel, die neben uns im Schatten der Baume angebunden standen und sparliche Rationen von Mais bekamen. Obwohl wir namlich den Auftrag gegeben hatten, die Thiere gut und reichlich zu füttern, so ist doch der Begriff der Sattigung und des „Genug” bei den Arubianern ein sehr eigenthüm- licher, sobald es einen Esel gilt, und „poco poco” rief unser Führer, wenn der Diener den Versuch machte die Handvoll Mais noch mit ein paar Körnern zu bereichern. Hunger hatte auch das Federvieh im Hofe, Hunger hatten die Eingeborenen, Hunger hatte die ganze Natur. Am Morgen dieses Tages...”
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“...Uppige Mangrovevegetation bestanden ist. lm Hintergrunde endlich ragen die Gipfel einer Cocos-Anpflanzung über dem frischen Grtlne der Mang- lebaume her/or, und die Pflanzen des Thales bieten einen schroffen Gegensatz zu den Dioritkuppen, welche wie gewöhnlich fast ganz kahl sind und nur ausserst sparliche Opuntien aufweisen. Sie werden diesen kalten Charakter wohl tragen mussen, so lange sie bestehen, denn der ganze Erzreichthum, den diese Gegend in ihrem Schoosse birgt, durfte nicht hinreichen ihr jemals ein freundliches Pflanzenkleid zu verschaffen. Die Boca kann als Typus far die zahlreichen, ahnlichen Bildungen an der Nordküste von Aruba dienen. Als wir Abends mit dem Einfangen von Krabben beschaftigt waren — die Thiere wurden durch den Schein einer glühenden Holzkohle ge- blendet und Hessen sich dann leicht ergreifen — und zufallig das Ge- sprach auf den Frosch von Aruba kam, hatten wir Gelegenheit zu be- merken, wie sehr die Bevölkerung diesem unscheinbaren Wesen...”
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“...468 Schon eine flüchtige Betrachtung der Insel von der Seeseite aus lehrte mich, dass die genannte Karte für geognostische Zwecke unzureichend sein würde, denn wie ganz abweichend war der Anblick der Insel von dein Bilde, welches sich mir durch das frtlhere Studium jener eingepragt hatte! Den Urhebem des Blattes, A. Conradi und E. E. Jarman, soli damit freilich kein Vorwurf gemacht werden, da es lediglich zum Zwecke des Verkaufs von Domainen und Salzpfannen publicirt ist i) und daftlr die Aufnahme der Koste in erster Linie in Betracht kam, wahrend die Gebirge wohl vernachlassigt werden durften. För mich ergab sich daraus aber leider die unerfreuliche Thatsache, dass ich von einem auch nur annahemd genauen Eintragen der Formationsgrenzen absehen musste, ein Grund, weswegen ich nur sehr kurze Zeit auf Bonaire blieb. Eine wesentliche Holfe erwuchs mir aber bei der Reise durch die Insel dadurch, dass ich mich wahrend zweier Tage der Begleitung des Gezaghebbers, des Herrn J...”