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“... gelungen, Beides streng am einander zu halten, so dass dem Leser nirgends ein Zweifel iiber das wirklich Beobach- tete übrig bleibt und es bei einer spdteren, genauerm Aufnahme möglich sein wird, damn direkt anzukniipfen. Mein Bericht hdtte in Einer Hinsicht griindlicher sein können, als er jetzt vorliegt, denn er ist abgeschlossen, bever das gesammte, von mir mitgebrachte Material bearbeitet wurde. Herr Magister Pratz in München hat noch meine fossilen Korallen von West-Indien in Handen, und vor allem steht auch noch die eingehendere Untersuchung der Gesteine von Surinam durch Herrn Professor Dr. J. H. Kloos in Braunschweig zu erwarten. Letzterer hat zwar die ■Surinamgesteine einer vorlaufigen mikroskopischen Prüfung unterworfen, deren Resül- tate auch im Folgenden zum Theil verwerthet sind, doch wird das Ergebniss der amführ- licheren petrographischen Untersuchung erst spdter im Anschlmse an die veróffentlichte Beschreibung der Gesteine der Eiland# von demselben Forscher in den...”
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“.................................... Strandverschiebung, Bildung der Seen und Ausrau- mung des Innern . . . • • • • Jungqart&re Bildungen ................................ Muschelbanke............................. . . . Petrefakte aus quartaren Ablagerungen ....•• Jiingste Riffkalke ........................... Dünen. . . • • ........................‘ 4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN ÜBER DIE ........................... Liste von Gesteinen der Eilande . . . • • • • ■ ■ HOLLAENDISCH GUIANA............................ Schriften und Karten .................................... Geognostische Beobachtungen am Surinam .................. Von Gelderland bis Bergendaal.................... Von Bergendaal bis zum Sarakreek................. Vom Sarakreek bis Toledo..................... Alluvium des Flusses ............................ 119. 125. 125. 125. 127. 130. 131. 137. 14U 141. 145. 146. 150. 159. 167....”
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“...6 von 1:72000 beigegeben, im Jabre 1820 vom Kapitan zur See W. A. van Spengler aufgenommen und 1825 mit Verbesserungen von R. F. van Raders versehen; diese liess die Gold Mining Company herstellen '), weil ihr die Spengler’sche Karte unbe- kannt war, wie denn überhaupt Keiner von alien westindischen Bewohnern, mit denen ich zusammentraf, Kenntniss von der alteren Plublikation besass. Die englische Karte ist sehr ungenau, hat aber den Yorzug, dass die Schluch- ten, welche auf dem alteren Blatte ganz vernachlassigt wurden, zum Theil einge- tragen sind, und enthalt ausserdem eine Reihe von Namen, welche ebenfalls in der früheren Darstellung der Insel fehlen. Sie kann deswegen zur Anfüllung der Spengler’schen Arbeit dienen, wobei freilich wegen der unrichtigen Angabe der Langen verhaltnisse mit grosser Vorsicht zu verfahren ist. Yon Bonaire ist mir nur Eine Karte, im Maasstabe von 1 : 80000 bekannt, welche im Jahre 1867 publicirt ist2 3) und zu Yerkaufszwecken vom Lieutenant...”
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“... Gebirge in eine Anzahl von unbedeutenden, haufig sargförmigen Höhen, welche oftmals an der Basis kaum noch zusammenhangen oder auch völlig von einander isolirt sind. In diesem Falie reicht das Thai fast bis zum Meeresspiegel hinab und mehrfach erreicht der Einschnitt dies Niveau in Wirklich- keit, so dass an Stelle der Thalsohle entweder ein kurzer Canal tritt, welcher Ebene, und ihre steilen G-ehange ragen wie der Rand einer Schüssel über das niedrige Hügelland des Innern hervor, wahrend die Höhen nach dem Meere zu sanft abfallen. 1) Teenstra und Bosch (vgl. pag. 2) geben 300 und 302 m an; doch ist dies ohne Zweifelüber- trieben. Ich selbst konnte eine Messung des Gtipfels nicht ausführen, da der Eigenthümer Jedem den Zugang untersagt. 2...”
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“... Aufenthalte auf Curasao konnte ich für die geognostische Unter- suchung der Insel nur 18 Tage verwenden. Die im ersten Theile dieses Werkes geschilderte Schwierigkeit des Reisens auf Curasao war hievon die Hauptursache. Zudem mussten die Excursionen so eingerichtet werden, dass sie gleichzeitig den Anforderungen der Botaniker unserer Gesellschaft genügten, was bekanntlich von vornherein nur wenig zweckentsprechend sein konnte. Der Ueberblick über die geognostischen Yerhaltnisse wurde indessen im östlichen und auch in einem Theile des westlichen Curasao durch den fast völligen Mangel an dichtem Pflanzenwuchse sehr erleichtert. In der angegebenen Zeit konnte ich untersuchen: ltens die weitere Umgebung von Willemstadt. 2tens Hato. 3tens Brievengat. 4tens Fuik und den östlich von dort gelegenen Landstrich. 5tens Beekenburg. 6tens Hermanus und den schmalsten Theil der Insel. 7tens die Gegend von St. Jan. 8tens Savonet und Umgegend, bis nach Westpunt einerseits und bis zum Antonieberg...”
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“...12 a. Im östlichen Curasao. Diabase. An dem Aufbau von Ost-Curagao nehmen Diabase den wesentlichsten Antheil, denn nicht nur besteben fast sammtliche vom Küstengebirge eingeschlos- senen Hiigel aus dieser Formation, sondern es werden auch die das Meer beglei- tenden Höhen zum Theil von ihr gebildet. Sedimentargesteine, denen die Dia- base zwischengelagert waren, sind auf Curagao nicht bekannt; auch deutet die Richtung der kleinen, von diesem Eruptivgesteine gebildeten Hügel nirgends auf ein bestimmtes Streichen hin, so dass eine Anordnung in Lagern sich nicht nachweisen lasst. Da es ferner nach Analogie anderer Yorkommnisse bekanntlich nicht wahrscheinlich ist, dass die Diabase auf Curagao als typho- nischer Stock auftreten sollten, so betrachte ich die Lagerungsform als decken- artige Ausbreitung. Der Yergleich mit den Diabasen von Aruba legt aber die Yermuthung nahe, dass diese Decke in der Tiefe mit Lagergangen zusammen- hange. Ursprüngliche Kuppen dürften nirgends...”
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“...15 meraten bestehende Schichtenreihe ein. Gegenüber dem Eingange zum Gute Plantersrust, im Westen der Stadt, istdas beistehende Profil aufgeschlossen. Der Dia- bas wird von Schichten überlagert, welche annahernd parallel der Begrenzungsflache des Eruptivgesteins, ein Pallen von 27° nach SW und ein Streichen von W 17° N zeigen. In den unreinen Kalksteinen und den durch ein kalkiges Cement bald fest bald locker verbundenen Conglomeraten lassen sich die allothigenen Bestandtheile leicht als Diabasbruchstücke erkennen, um so eber als in der Schicht, welche das Eruptivgestein unmittelbar überlagert, aucb ziemlich ansehnliche, eckige Bruch- stücke von Diabas enthalten sind. Der feinkörnige Detritus erweist sich bei mikro- skopischer Prüfung als von der gleichen Pelsart abkünftig. Beim Zurücktreten der gröberen Bestandtheile des Conglomerates stellen sich Petrefakte ein, die freilich nur in Steinkernen überliefert sind. Ich fand darunter Lamellibranchiaten und Gastropoden...”
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“...16 blösst, welche das Lagerungsverhaltniss you Conglomeraten und Korallenkalken naher demonstriren. Unter ihnen sind zwei Profile , welche westlich und östlich vom Hafen, unweit des Eingangs zum Schottegat, sich befinden, besonders yon Wichtigkeit. Der bedeutendste Aufschluss ist der westliche. Hier liegt unmittel- bar über dem Meeresspiegel ein Complex yon lockerem Grand, Breccien und Conglomeraten, in Fig. 4. Profil westlich vom Hafen. 1. Diabas-Trümmergesteine. — 2. Korallenkalk mit Diabasgeröllen. — 3. Korallenkalk, fast rein. denen die Geschiebe und Gerölle faustgross werden (1). Es sind Diabas-Trümmer- gesteine, von denen die Conglomerate durch ein kalkiges Cement zu einem sehr festen Gesteine verbunden sind, und welche, bald gröber bald feiner, ohne Gesetz- massigkeit mit einander abwechseln. Gerölle herrschen unter den allothigenen Bestandtheilen bedeutend vor den Geschieben vor. Korallenbruchstücke sind in den oberen Schichten dieses Complexes nicht selten...”
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“...20 und besonders des an beiden Orten beobachteten Streichens der cretaceïschen Schichten von W nach O habe ich angenommen,1 dass die Kreideformation sich langs der ganzen N ordk iiste von Ost-Curayao ausdehne1, eine Annahme, welche auch dadurch gestützt wird, dass gleiche Schichten abermals im Groote Berg angetroffen "werden. "Von diesem westlichsten Punkte Ost-Cura^ao s aus erstrecken sich die Ablagerungen der Kreideformation noch weiter nach Süden und Süd- osten, denn bereits unweit Klein Mal Pays stehen am Fusse des oben beschrie- benen Hügels von körnigem Diabas cretaceïsche Sandsteine an. Hier nimmt man auch eine sehr wesentliche Aenderung im Relief der Landschaft wahr, wenn man von der Stadt kommend seinen Weg zum Groote Berg hin fortsetzt, denn statt des flachwelligen Hügellandes, welches das Innere von Ost-Cura§ao im Uebrigen auszeichnet, bemerkt man zwischen Klein Mal Pays und dem Groote Berg niedrige Höhen mit scharfen Kammen, eine Reliefform, die auf Curasao...”
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“...29 Die Lagerungsform der Kieselschiefer ist eine sehr complicirte. In dem neben- stehenden, am Fusse des Christoffels beobachteten Profile 2) erscheinen die Schichten als scharf zusammengestauchte Palten, deren Axenebenen annahernd parallel liegen. Die Langsaxen der Palten sind aber aus der Horizontale herausgerückt und steil aufgerichtet, so dass die unteren Enden der zusammengepressten, scharf umgebogenen Muldenflügel aus der Pelswand hervorstehen, verkohlten Baumstam- men ahnelnd (1 u. 2 in der Zeichnung). Der Sattel der liegenden Palte in der Mitte des Bildes ist aufgeborsten und seine Flügel sind quer zu den Schichtungsflachen zerrissen. Ausserdem schaltet sich zwischen die Falten 1 und 2 noch eine dritte ein (3), welche sehr unvollstandig überliefert und zum Theil zermalmt ist. Gegen die Nachbarfalten ist sie durch ein aus Kieselschieferbruchstücken gebildetes Trüm- mergestein abgegrenzt; die Schichten der dritten Falte sind ferner theilweise zu dünnen Lamellen...”
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“...Die Sandsteine sind fein-bis grobkörnig, blaugrau in frischem Zustande, ver- wittert schmutzig-bis strohgelb, seltener lichtgrau gefarbt, nach den Untersuchungen von Kloos grösstentheils oder ganz aus einem granitischen Detritus gebildet, welcher haufig durcb Calcit cementirt ist; aber auch Sandsteine mit tbonigem Bindemittel sind weit verbreitet; zum Theil sind sie chloritisch. Die Sandsteine mit kalkigem Bindemittel sind reich an Foraminiferen und zeigen Neigung zu kugeliger Abson- derung, ohne dass indessen concentrisch-schalige Struktur vorkame; bisweilen sieht man rundliche und ellipsoidische, faust- bis kopfgrosse Knollen in einer feinerdigen Kalkmasse gelegen, unter anderem auch am Groote Berg und im östhchen Curasao bei Klein Mai Pays. Im Allgemeinen sind aber die Sandsteine diinn geschichtet und selten erreichen die Banke Va m Machtigkeit. Die grobkörnigen Sandsteine, welcho mit Kalksteinen lagern, sind von einem aus krystallinischem Kalkspathe bestehenden...”
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“...,” enthalten neben Resten von Zweischalern und Echinodermen auch Ru- disten.4) Wall, welcher dieselben Schichten zum Gegenstande seines Studiums machte, sie aber irrthümlich zum Neocom rechnete, erwahnt, dass die betreffenden Kalke (in Uebereinstimmung mit den Rudistenkalken von Curagao) stellenweise 1) Dumontier 1. c. pag. 298 u. 301. 2) Revue Ooloniale Internationale. Tome I. pag. 72. (briefliche Mittheilung). — 1885. 3) Tijdschr. Nederlandsch Aardrijkskundig Genootschap. Ser. II. Deel 2'. pag. 638. — 1885. 4) H. Karsten. Ueber die geognost. Verhaltnisse des westlichen Columbien. (Terhandlgn. d. Tersammlg. deutsch. Naturforscher und Aerzte. Wien 1856. pag. 83 u. 85.) - Vgl. ferner: Karsten. Géologie de’l’Ancienne Colombie Bolivarienne, Vénézuela, Xouvelle-Grenade et Ecuador. Berlin 1886. pag. 9 ff. und pag. 48. -• ferner: ZeUschr. d. deutsch. geolog. Gesellsch. II. 1850. pag. 353 ff....”
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“...36 gilt nach obigen Auseinandersetzungen für die cretaceïschen Ablagerungen von Curasao. Wahrscheinlich sind alle diese Bil- dungen der mittleren Kreide von Europa aeqüi valent.') Diabtas. Im westlichen Curagao spielen Diabase eine ahnliche Dolle wie im östlichen Theile der Insel, doch bilden sie im Westen ansehnlichere Höhen. Im Tafelberge St. Hieronimo steigen sie bis zu 207 m Meeresböhe an; ferner wird der St. Antonie- berg von Diabas gebildet, und alle die zugerundeten Gipfel, welche, im Nord- westen von Paradera beginnend, sich südlich und südöstlicb vom St. Christoffel durch das Innere der Insel verfolgen lassen, besteben aus derselben Formation. Auch nördlicb vom Christoffel, an der Nordwestecke der Insel, erreichen die Diabase eine bedeutende Entwicklung, bauen hier aber nur niedrige Hügel auf und fallen allmahlig mit sanfter Neigung zum Strande ab, um sich langs der Nordküste noch weiter nach Osten auszudehnen, woselbst sie ein flachwelliges, nur wenige Meter...”
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“...39 vornherein die grösste Wahrscheinlichkeit für sichhat, dass die Diabase das altere, die Kreideschichten das jüngere Gebirge repraesentiren. Demnach betrachte ich die Diabase als die alteste FormatioD von Curasao, welche von gefalteten und verworfenen Kreideschichten bedeckt, aber durch spater erfolgte Abtragung der Letzteren zum Theil wieder blosgelegt ist. Die isolirten, aus den Sedimenten aufragenden, kleinen Kuppen sind als das Ausgehende von Decken aufzufassen, welche das Liegende der cretaceïschen Ablagerungen bilden. Diese Kuppen konnten übrigens in die Karte nicht eingetragen werden, da die topographische Grundlage so ungenügend ist, dass ein genaues Einzeichnen auf der flüchtigen Reise nicht möglich war, ünd esmir überhaupt an Zeitfehlte, die zahlreichen, kleinen Hügel zu besteigen und einzeln zu untersuchen. Die Grenzïinie zwischen Diabas und Kreide ist aus diesem Grunde nur so zu betrachten, dass sie die Haupt- verbreitungsbezirke beider Formationen von...”
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“..., begegnet man steileren Wanden und niedrigen Klippen; aber trotz- dem beweisen die gewaltigen Mengen von grobem Gesteinsschutt und ansehnlichen Blöcken im oberen Abschnitte der Thaler,. sowie die machtigen Anhaufungen von Sand an ihren Ausmündungen, dass zu Zeiten ansehnliche Wassermengen durch sie zum- Meere abfliessen müssen. Auf meiner Reise durch die Insel traf ich frei- lich nur eine kleine Wasserlache von etwa 1 m Durchmesser in der Rooi Cachuntie an; sonst war Alles trocken, und bei weitem die langste Zeit des Jahres hindurch, oft mehrere Jahre nach einander, bleibt dieser Zustand der gleiche. 1) Nur die bedeutendsten Thaler habe ich in die Karte ointragen können; für die Einzeichnung anderer, so auch derjenigen, von Daimarie und Antikurie, fehlten mir die nöthigen Anhaltspunkte. 6...”
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“...42 Das bereits erwahnte Plateau im Westen des Gebirgsstockes von Aruba ist von einem Felsenmeere bedeckt. Sieht man von den haushoch aufgetbürmten Blöcken ab, welche oft kaum noch so viel Zusammenhang besitzen, dass sie als Hügel betrachtet werden dürfen, so ist seine Oberflache völlig nivellirt. Sie steigt langsam von Südwest nach Nordost au und dürfte nirgends mehr als 60 m Meereshöhe besitzen; am Fusse des Hooibergs liegt sie nur 37 m hoch. Die ansehnlichsten Hügel, welche sich in der Mitte der Insel in geringer Zahl über diese Flache erheben, schatze ich auf 20 bis höchstens 30 m. Am südwestlichen Rande dieses Plateaus liegt der 175 m hohe, kegelförmige, in seinem Umrisse durchaus einem Yulkane gleichende Hooiberg, und von diesem aus zieht sich ein niedriger Höhenzug bis zum Innenrande der spanischen Lagune hin. Derselbe ist in eine Reihe von Hügeln aufgelöst, zu denen der Wind- berg und Carachito gehören und welche, bogenformig geordnet, ihre convexe Seite dem Meere...”
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“... Europa und an manchen Orten der Yersuch des Durchdringens überhaupt aussichtslos ist. Die Route, welche ich auf dem Eilande zurücklegte und die zum Theil auch in dem Reiseberichte naher beschrieben wurde, ist folgende: Yon Oranjestadt vorbei am Hooiberge und St. Cruz nach der spanischen Lagune; von dort langs des Strandes über St. Nikolas zum S. Colorado; dann langs der Nordküste nach Fontein. Yon hier durch die Rooi Cachuntie zum Jamanota, ferner über Miralamar, Pedro Cachoor und Parabusté zurück nach Fontein; weiter zur Boca dos Playos und im Bogen landeinwarts wieder zur Nordküste bei der Boca van Welvaart; von dort über Chetta, am Fusse des Ariekok, ferner über St. Cruz und Hooiberg nach Oranje- stadt. Yom Dorfe nach Daimarie auf einem Wege, der östlich von St. Lucie vor- beiführt; von hier zur Rooi Fluit einerseits, nach Buschiribana, langs des Strandes, andererseits. Yon letztgenanntem Orte zum Krystallberge, dann über Kalabass und S. Plat nach Oranjestadt zurück. Ferner...”
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“... Hornblendekrystalle, deren Zwischenraume von hellgrünen, körnigen Augitaggregaten angefüllt sind. Diese wallnuss - bis faust - und kopfgrossen Aggregate von Amphibol und Pyroxen grenzen sich scharf von den übrigen Gesteins- partieen ab und gleichen dadurch vollkommen fremden Einschlüssen. Es entsteht auf diese Weise ein hellgefarbtes, dem normalen Quarzdiorit entsprechendes Gestein, in dem bald mehr bald minder zahlreich grosse Hornblendekrystalle und dunkle, von Amphibol und Pyroxen gebildete Concretionen auftreten, so dass sich aus demselben Blocke sowohl Quarzdiorit als auch Mineralaggregate,.welche Augitdiorit genannt werden könnten, eine geognostische Selbstandigkeit aber nicht besitzen, herausschlagen lassen. Die Untersuchungen von Kloos haben das hier geschilderte Yerhaltniss von Augitdiorit zum Quarzdiorit bestatigt;3) es lasst sich im Felde besonders schön am Pusse des Hooibergs studiren, namentlich am Wege, welcher nach St. Cruz führt, und an dem Eusspfade, welcher sich südlich...”
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“... sich am Strande nicht weiter verfolgen, da yorspringende Klippen das Passiren daselbst unmöglich machten, dagegen steilte sich auf dem nördlich vom Krystallberge zum Kalabass führenden Wege alsbald der normale Quarzdiorit wieder ein. Im Krystallberge selbst herrscht noch das gabbroar- tige Gestein, welches auch nordwestlich von Buschiribana auf der Uferterrasse angetroffen wurde, vor; aber man nimmt daneben bereits umfangreiche Partieen von Quarzdiorit wahr , welche in machtigen Blöcken auf dem Gipfel zerstreut liegen. Von einer Formationsgrenze zwischen Gabbro und Quarzdiorit, deren Existenz schon auf Grund der beobachteten, gabbroartigen Concretionen in Letzterem unwahr- scheinlich ist, vermochte ich nirgends eine Spur zu entdecken; auch ist es nicht wohl denkbar, dass eine solche bei der Nacktheit des betreffenden Inseltheiles meiner Beobachtung entgangen sein sollte. Fig. 15. Q.UARZDIORIT BEI Sï. CRUZ. Durch den Quarzdiorit setzen mehrere sich durchschneidende...”
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“... überhangende Dacher und an die Korbstühle europaeischer Seebader erinnernde Gestalten entstanden sind. In anderen Fallen bildeten sich durch das Zusammenfliessen zweier concaver Flachen nasenfurmige Yorsprünge und Hoeker nehst anderen, bizarren Formen, welche besonders schön am westlichen Fusse des Hooibergs und in der weiteren Umgebung von Santa Cruz zu sehen sind. Diese Höhlen im Diorit dienten theilweise auch den trüheren Bewohnern des Landes, den Inselcariben, zum Aufenthalte. Dass .dem Meere ein wesentlicher Antheil bei der Blockbildung überhaupt zukommt, ist augenscheinlich, wenn man die ungeheuren Mengen von Ellipsoiden und zugerundeten Dioritblöcken in Betracht zieht, die gerade auf den unlangst 1) Vgl. Band I, pag. 133 ff. —Die Erosionserscheinungen in Gebirgsbachen lassen sich hiemit an Grossartigkeit gar nicht vergleichen....”