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“... Yerbesse- rungen in 1871 und noch vor Kurzem wieder in 1886 reproducirt worden ist. Die Ausgahe des vorigen Jahres zeigt nur in der Einzeichnung eines einzelnen Langen- und Breiten-Grades einen Fortschritt. Die gleiche Yerhesserung wiess auch bereits eine Karte auf, welche Kuyper 1882 puhlicirte1 2); im Uebrigen ist aber die Kuyper’sche Darstellung eine Yerschlechterung gegenüber der alteren von Raders. Denn wahrend der Autor auf Grund noch nicht publicirter Aufnahmen (die Quellen sind nicht naher angegeben) eine Yerbesserung zu liefern glaubt, ist auf der im Maasstabe von 1 : 200000 angefertigten Karte (nicht 20000, wie publicir wurde) die Darstellung der orographischen Yerhaltnisse völlig verfehlt. Sie steht weit hinter der Rader’schen Karte zurück, trotzdem auch diese ganz erhebliche Lücken und Unrichtigkeiten aufweist. Eine kleine, von Simons 1. c. publicirte Karte scheint sich auf diejenige von Raders zu stützen. Yon Aruba sind zwei Karten vorhanden, von denen wiederum die...”
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“... natürlichsten ihm zugerechnet werden, da sie nur durch unbedèutende Thaleinschnitte unter einander und vom Christoffel geschieden sind und auf breitem Sockel mit Letzterem zusammenhangen. Südöstlich vom Christoffel liegt im Innern der Tafelberg St. Hieronimo, welcher seinen Kamen dem völlig flachen, auf conischer Basis ruhen- den Gipfel verdankt und 218 m hochist; aber- mals südöstlich von diesem befindet sich unweit der Kordküste der kegelförmige St. Antonieberg, welcher nur wenig hinter dem Hieronimo an Höhe zurücksteht. 1) Besondere Namen für diese niedrigeren Höhen konnte ich ebensowenig in Erfahrung bringen....”
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“... Ost-Curagao, dessen mittlere Höhe ich auf 40 m schatze und welches vielerorts nur bis zu 20 m und minder sich erhebt. Sieht man auch hier vom Küstengebirge ab, so bleibt nur Eine Kuppe fibrig, auf welche in Ost-Curagao der Name eines Berges angewandt werden kann, das ist der „Ost-Seinpost”.J) Dieser wird im Nordwesten von einer Schlucht begrenzt, welche die „Rooi1 2 3) Kibrahacha” heisst, im Nordosten von dem schroffen Küstengebirge, im Sfiden und Sfidosten von einer ausgedehnten Ebene. Im Cebrigen wird das ganze Innere von Ost-Curagao von einem Hfigellande gebildet, dessen sanfte Wellen an das Relief unseres Diluviums erinnem und welche im Osten des Schottegats, • woselbst sich auch der „Midden-Seinpost” befindet, die bedeutendste Anschwellung zeigen. Ueberall aber, den etwa 100 m hohen Ost- Seinpost nicht ausgeschlossen, bleibt das Innere dieses Theiles von Curagao an Höhe weit hinter dem Küstengebirge zurfick und als Ganzes betrachtet lasst es sich als ein ovales...”
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“... nur diejenige von einiger Bedeutung, welche sich im Osten des Tafelbergs an der Fuikbai, südöstlich vom Ost-Seinpost, ausdehnt und an der Küste unvollstandig von dem dort mehrfach unterbrochenen Randgebirge eingeschlossen ist. Kleinere Ebenen befinden sich am Innenrande der Binnenwasser, so östlich vom Schottegat, westlich von Hermanus, hinter der Boca von Savonet und an einigen anderen Orten; indessen ist ihre Ausdehnung eine so geringe, dass sie in dieser Darstellung übergangen werden dürfen. Die orographischen Verhaltnisse von Curasao sind auch auf der besten der bestehenden Karten, der oben erwahnten Darstellung von Raders, nur ausserst...”
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“... sich der Betrieb schwerlich als lohnend erweisen. Selten setzen schmale Quarzgange im Diabase von West-Curagao auf, die an Bedeutung hinter den Gangen von Ost Seinpost im östlichen Curagao noch weit zurückstehen. Das Lagerungsverhaltniss der Diabase zu den cretaceïschen Sedimenten ist ausserst schwierig zu beurtheilen, denn es ist mir kein Profil bekannt, in dem das Eruptivgestein überhaupt aufgeschlossen ware. Deswegen verkehrte auch Stifft bezüglich der Deutung des Lagerungsverhaltnisses in grosser Unsicherheit; wahrend er einerseits annahm, dass die Sedimente dem Diabase bassinförmig eingelagert seien, war er andererseits geneigt, einen Theil der Kieselschiefer und Sandsteine als...”
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“... in eine grössere Anzahl von unbedeutenden Höhen zerlegt, welehe sich nur an wenigen Punkten mehr als 25 m über den Meeresspiegel erheben dürften, in der Regel aber noch weit hinter dieses Maass zurückbleiben; an der Südküste dagegen besitzt es mehr Zusammenhang und östlich von Goto dehnt sich der Lange Berg in Form einer ununterbrochenen Mauer, mit flachem Gipfel und vielleicht 40 m Meereshöhe, von Nordwesten nach Südosten aus. Dabei weicht dieser Berg im Osten mehr und mehr vom Ufer zurück, indem ein flacher Küstenstrich sich zwischen ihn und das Meer einschiebt. Der letzte Auslaufer des Lange Berg bildet die bedeutendste Höhe des...”
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“...92 Hienach könnte man zu der Annahme gelangen, dass die Aruba-Phosphate ziem- lich constant in der Zusammensetzung seien; aber diese Gleichförmigkeit erstreckt sich nur auf die ausgeführten Massen und entspricht keineswegs dem geognostischen Yorkommen. Schon die reicheren Yarietaten des 8. Culebra besitzen nur noch 74—75% dreibasisch phosphorsauren Kalkes und bleiben oft hinter diesen Gehalt zurück; andere Gesteine sind so reich an Kalk, dass sie nicht mehr den Namen von Phosphoriten verdienen, und es lasst sich dann überhaupt keine scharfe Grenze zwischen Phosphoriten und Kalksteinen mehr ziehen. Ebenso wechselnd ist der Eisengehalt ‘), der am Culebra grosser ist als am westlichen Colorado; eine von dort stammende Probe enthielt bei 69.39 °/o Calciumphosphat nicht minder als 9.74% Eisenoxyd und Thonerde, und am Ostabhange des Colorado nimmt der Eisenge- halt so sehr zu, dass die zerrissene Oberflache der dunkelbraun gefarbten, phos- phathaltigen Kalke den Eindruck macht...”
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“... es ist somit der in Figur 1 dargestellte Ueberrest als linke Vorderrippe einer Sirene zu bezeichnen. Es musste sich nun zunachst die Frage aufdrangen, ob das Fossil vielleicht mit Einer der noch lebenden Sirenen identisch #ei, und ich konnte zu diesem Zwecke folgende Skelette vergleichen: Manatus australis von Surinam, 2.20 mlang; Ma- natus senegalensis von Liberia, 2.53 m lang, Halicore dugong von Amboina, 1.86 m lang. Grössere Skelette standen mir nicht zu Gebote. Beim Manatus australis stimmt die zweite, linke Rippe in ihrer allgemeinen Form ziemlich gut mit dem Fossile überein; alle anderen zeigen mehr oder minder bedeutende Abweichungen. Sammtliche Rippen, mit Einschluss der zweiten, besitzen aber einen flachelliptischen Querschnitt und dem entsprechend ziemlich scharfkan- tige Innen- und Aussen- (resp. Yorder- und Hinter-) Rander; auch ist der Hals...”
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“... selbstredend auch von dem Regen, welcher unmittelbar auf den das Kesselthal im Grunde ausfüllenden Aufschüttungsboden fallt und ausserdem oherflachlich von den Gehangen dorthin abströmt. Die Pflanzer stauen nun das Regenwasser durch Anlage hreiter, niedriger Steinmauern, welche weit ausgedehnt und bisweilen zu mehreren hinter einander gelegen sind, auf und verhindern dadurch nicht nur das direkte, oberflachliche Ab- fliessen des Regens und die Fortführung des lockeren Erdreichs, sondern verschaf- fen vor allen Dingen dem Wasser Zeit zum Einsickern in den Boden. DerReich- thum an Grundwasser wird auf diese Weise erheblich vermehrt, und bei günstiger Lage kann es jetzt unter dem Aufschüttungsboden durch das Relief des unzersetzten Gesteins am weiteren Abfliessen gehindert werden, auch dort wo an der Oberflache eine natürliche Stauung nicht vorhanden ist. Brunnen, welche in derartige Grundwassertümpel hinabreichen, werden naturge- mass am besten und am langsten gespeist wer- den; das...”
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“...119 Strandverschiebung-, Bildung der Seen und Auerau- mung des Innern. Strandverschiebung. Es ist oben dargelegt worden, dass in quartarer Zeit die Eilande zum grössten Theile vom Meerë bedeckt waren, dass sie Atolle und isolirte, von Damm- und Saumriffen umgebene Inaelchen formten, deren Ausdeh- nung weit hinter derjenigen der jetzigen Insein zuriickstand. Sie tauchten allmahlig in Folge einer positiven Strandverschiebung unter den Ocean, und ich vermuthe, dass wahrend dieses Yorganges durch den Tafelberg St. Hieronimo eine Abrasions- flache gelegt wurde, welche jotzt in 207 m Meeresböhe die Basis der dort ent- wickelten, quartaren Kalke formt. Auch die 177 m hohe Plattform des Brandaris, welche sich unter deni Gipfel des Berges nach der Seeseite ausdehnt, halte ich für eine Abrasionsflache, deren weitere Ausbildung durch spater erfolgte Niveau- veranderungen verhindert wurde, so dass der Gipfel nicht völlig abgetragen werden konnte. ’) Der positiven folgte eine...”
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“... Innern. In engem Zusammenhange mit der erwahnten Trockenlegung der Binnenseen steht die Ausraumung des Innern der Eilande durch den abfliessendèn Regen. Wasserfluten, welche im Stande sind, Steindamme von mehr als Meter Breite zu zerreissen, müssen gewaltige Mengen des aufgelockerten Erdreichs mit sich fortführen, und bedeutend muss die Menge der mitgerissenen Schutt- und Erdmassen vor allem dort sein, wo der Boden eine tiefgehende Zer- setzung erfahren hat. Dies Letztere ist, wie oben bereits hervorgehoben, ganz besonders in Ost- Curagao der Fall, dessen Inneres durch die lang andauernde Meeresbedeckung bis in betrachtliche Tiefen aufgelockert wurde, und so bildete sich hier in den Kum- men des Diabasgebirges und hinter den künstlichen Schutzwallen der Pflanzer ein mach tiger Aufschüttungsboden, wahrend die Hügel jeder Humusdecke beraubt wurden. Das abströmende Wasser fliesst in dessen durch seine natürlichen Abzugs- canale, die Einschartungen im quartaren Riffe, schliesslich...”
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“...II. ARUBA. Gesteine aus dem Dioritmassiv. Quarzdiorit, mittel- bis grobkörnig. Anstehend an der aussersten Nordwostecke der Insel (142) und südlich davbn, etwas nördlich von Westpunt (141); ferner im Krystallberge (132), sowie süd- westlich von Daimarie, auf dem Wege nach Oranjestadt zu, östlich von Ayo (124 u. 124*); ferner vom Abhange des Hooibergs (122*) und von losen Haufwerken bei St. Cruz (92), daselbst aber auch anstehend; anstehend ausserdem westlich vom Ariekok (121) und westlioh vom S. Colorado (97), sowie an der Nordküste zwisohen Colorado und Fontein (106). Als Geschiebe in der Schlucht hinter der Spanischen Lagune (96).—(pag. 16, 17 u.28). Quarzdiorit, kleinkörnig. Anstehend im Hügel Wys, nördlich von Westpunt (144. pag. 16) und im Serro Colorado (104. pag. 23). Quarzdiorit, porphyrartig. Geschiebo am Fusse des Matevidirie, am Nordstrande (130.pag. 39). Qüarzaugitdiorit. Am Wege nach St. Cruz, am Fusse des Hooibergs anstehend (147), ferner vom Gipfel des...”
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“... wegen ’) nur die allernachste Umgebung zu Gesicht kommt. Hier erblickt man im Südosten fünf flache Gebirgskamme, welche allmahlig nach dem Innern des Landes hin an Höhe zunehmen, so dass sie terrassenartig Einer hinter dem Anderen hervortreten; ihre Einschnitte sind seicht, und nur hin und wieder lost sich eine flache Kuppe in etwas isolirterer Lage heraus. Diese Höhenrücken machen den Eindruck, als ob ihre Streichungslinien annahernd parallel und senk- recht zur Gesichtslinie (S 53°0) verliefen; sie gehören einem Gebirgslande süd- östlich von Brokopondo an, und die südlichst gelegenen Höhen, welche bis zu etwa 250 m ansteigen dürften, stellen vermuthlich Theile des Granitmassivs des Innern dar, dessen terrassirter Bau uns unten beschaftigen wird. In gleicher Stellung verharrend sieht man links einige niedrige Gipfel, welche in der Gegend des Cederkreeks, östlich von Boschland, sich befinden, denn ihre Lage lasst sich dadurch bestimmen, dass sie auch unfern der Judensavanne zu...”
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“...172 des Flusses, Stauungen hier ebenfalls ganzlich vermisst werden, so vereinigen sich beide Faktoren, um die Machtigkeit der alluvialen Ablagerungen im unteren Fluss- laufe weit hinter diejenige des oberen zurücktreten zu lassen. Wie weit sich im untersten Stromabschnitte das Alluvium über den niedrigsten Wasserstand erheben mag, kann ich nicht beurtheilen, da Rhizophoren, C'aladium arborescens und Drepanocarpus lunatus, das Uferland völlig maskiren; weiter auf- warts, zwischen Chatillon und Gelderland, sieht man nicht selten 11 /a-— 2 m hohe Lehmufer entblösst, welche lothrecht zum Flusse abfallen und an deren Fuss sich ein niedriger, sanft geneigter, schmaler Strand anschliesst, welcher zur Ebbezeit entblösst und zur Fluthzeit überströmt wird. Aber erst unterhalb Sannetje Eiland werden die alluvialen Ablagerungen so machtig, dass ihre steilen, durch das Ein- schneiden des Stromes in der Trockenzeit erzeugten Wande mauerartig emporstei- gen, und von jetzt ab begleiten...”
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“... Alluvium Surinams die Erscbeinung nicht weiter beachtet. Auch kann die Kartirung derselben wegen der bestandigen Yeranderung der Wasservertheilung nur einen vorübergehenden Werth haben. 2) Each Schomburgk (Reisen in Guiana und am Orinoko, Leipzig 1841) hat der Cuyuni steile Lehmufer, kurz bevor er in den Essequibo fallt (pag. 43), und kommen 10—12 Fuss hohe Lehm- und Sandwande im Unterlaufe des Essequibo vor. „Hinter ihnen zieht sich gewöhnlich ein natür- licher Graben hin, der durch die zurückweichenden Gewaaser nach den jahrlichen Ueberschwem- mungen gebildet ist” (pag. 47). Kurz unterhalb des Rupununi, des linken Nebenflusses des Essequibo, sind die Ufer des Letzteren „12—15 Fuss hoch, von einem weissen Thon” (pag. 66). Die Ufer des Rupununi „bestehen aus einem gelblichen Thon mit Sand”. Diese Ufer „sind steil, gegen 16 Fubs hocb, und die horizontalen Streifen von Sand und Schlamm zeigen den verschiedenen Was- serstand nach den Ueberschwemmungen deutlich an” (pag. 68). Oberhalb...”
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“...186 von R. der Oberlauf dieses Flusses noch nicht eingetragen ist. Ich schalte die Beobachtungen, welche die Wayombo betreffen, hier ein, urn nachher zura Nickerie zuriickzukehren]. „Yom rechten Ufer her miindet in die meist N-Richtung verfolgende Wayombo die Kreek Saramassa. [Es ist der erste von Yoltz beim Auffahren der oberen Wayombo genannte Nebenfluss].— Das Land erhebt sich hinter dem unmittelbaren Ufer zu 30—40’ fiber den Flu'sspiegel. — Es bestand aus dem bekannten, weissen Granitsande der Savannen. — Die unmittelbaren Ufer blieben [weiter aufwarts] fortwahrend niedrig, aber die zahlreichen Kreeken und die weit fort fiber die Yegetation der Ufer hinragenden Baume des Innem bewiesen uns, dass das Land dort höher ist. — Etwa eine Stunde oberhalb der Saramassa miindet vom linken Ufer her die Takotu, welche die Yerbindung mit der Ariniekreek und dadurch mit dem Nickerie herstellen soli. Ihre Mfindung ist etwa 40’ breit.” Jetzt erschei- nen fitters sogenannte Pirotó’s...”