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“...) geben bald mit mehr bald mit minder
Glück und Yerstandniss die Resultate der üntersuchungen von Reinwardt und
Stifft wieder, ohne sie weiter zu bereichern, denn fast jede ihrer eigenen, geolo-
gischen Beobachtungen ist werthlos. Simons*) lieferte den besten Auszugausdem
Curagao betreffenden Rapporte Stifft’s und nennt auch seinen Gewahrsmann;
Dumontier dagegen hat Jenen fast wörtlich übersetzt und reproducirt um ihn in
unerhörter Y eise als sein Eigenthum auszugeben. )
Einer selbstandigen Arbeit über Curagao begegnen wir erst wieder bei Gabb6);
doch hat Dieser kaum etwas Anderes als die nachste Umgebung der Stadt gesehen
und hienach die Insel in einer nicht sehr glücklichen Weise beurtheilt. Es ist
kaum erklarlich, dass Derselbe auf Curagao nur Eine Formation, den „coast
1) C. G. C. Reinwardt. Waarnemingen aangaande de gesteldheid van den grond van het eiland
Aruba en het goud aldaar gevonden. (Nieuwe Yerhandlg. d. 1'eKl.v. h. Koninkl. Nederl. Instituut
van Wetenschappen...”
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“...Die genannten drei Berge sind nicht nur die bedeutendsten Erhebungen auf
der ganzen Insel, sondern sie fiihren uns gleichzeitig sammtliche verschiedenen
Gebirgsformen derselben vor Augen und mit ihnen wie unten naher zuerörtern
sein wird, diejenigen Formationen, welche sich fast ausschliesslich an dem Aufbau
yon Curasao betbeiligen. Sie sind ferner, das Küstengebirge ausgenommen, die
einzigen Höhen in West-Curagao, die man als Berge bezeichnen kann; denn alle
anderen besitzen einen sehr geringen Grad yon Selbstandigkeit, sind durch flache,
muldenformige Thaler getrennt und ragen über diese so wenig bervor, dass sie
nur Hiigel genannt werden dürfen.
Das Innere von West-Curagao besitzt an vielen Orten kaum 30 m Meres-
höhe (das Haus von Hermanus liegt nur 27 m, dasjenige von Savonet 20 m
hoch) und im Mittel dürfte es schwerlich mehr als 60 m sicb fiber den Spiegel
des Oceans erheben, wenn die genannten drei Berge unberficksichtigt bleiben.
Noch niedriger ist das Innere von...”
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Das Küstengebirge, welches mit sehr unbedeutenden [Jnterbrechungen die
ganze Insel gürtelartig umsaumt, dehnt sich in der Mitte derselben und an der
Nordküste, vor allem an der Küste von Hato, am weitesten landeinwarts aus;
schmaler ist der Rücken* welcher von ihm langs der Südküste von West-Cura§ao
gebildet wird, und am meisten tritt es zwischen Westpunt und Savonet zurück.
Seine Höhen sind sehr verschieden; so erhebt sich der Gipfel, auf welchem
das Fort Nassau liegt, nur 68 m über den Meeresspiegel, der benachbarte Prie-
sterberg dagegen 129 m; unweit Hermanus besitzt das Gebirge der Südküste am
inneren Absturze 67 m Meereshöhe; die bedeutendste Höhe erreicht aber der
Tafelberg an der Fuikbai, denn ich schatze ihn auf 200 m.')
Ueberall besitzt das Küstengebirge landeinwarts schroff abfallende Wande,
der Art dass nahe dem Gipfel sich nicht selten ein niedriger, fast lothrechter Ab-
sturz befindet, an den sich nach unten zu eine weit minder steile Basis mit
30—40...”
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“... Aufenthalte auf Curasao konnte ich für die geognostische Unter-
suchung der Insel nur 18 Tage verwenden. Die im ersten Theile dieses Werkes
geschilderte Schwierigkeit des Reisens auf Curasao war hievon die Hauptursache.
Zudem mussten die Excursionen so eingerichtet werden, dass sie gleichzeitig den
Anforderungen der Botaniker unserer Gesellschaft genügten, was bekanntlich von
vornherein nur wenig zweckentsprechend sein konnte. Der Ueberblick über die
geognostischen Yerhaltnisse wurde indessen im östlichen und auch in einem Theile
des westlichen Curasao durch den fast völligen Mangel an dichtem Pflanzenwuchse
sehr erleichtert.
In der angegebenen Zeit konnte ich untersuchen: ltens die weitere Umgebung
von Willemstadt. 2tens Hato. 3tens Brievengat. 4tens Fuik und den östlich von dort
gelegenen Landstrich. 5tens Beekenburg. 6tens Hermanus und den schmalsten Theil
der Insel. 7tens die Gegend von St. Jan. 8tens Savonet und Umgegend, bis nach
Westpunt einerseits und bis zum Antonieberg...”
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a. Im östlichen Curasao.
Diabase.
An dem Aufbau von Ost-Curagao nehmen Diabase den wesentlichsten
Antheil, denn nicht nur besteben fast sammtliche vom Küstengebirge eingeschlos-
senen Hiigel aus dieser Formation, sondern es werden auch die das Meer beglei-
tenden Höhen zum Theil von ihr gebildet. Sedimentargesteine, denen die Dia-
base zwischengelagert waren, sind auf Curagao nicht bekannt; auch deutet die
Richtung der kleinen, von diesem Eruptivgesteine gebildeten Hügel nirgends
auf ein bestimmtes Streichen hin, so dass eine Anordnung in Lagern sich
nicht nachweisen lasst. Da es ferner nach Analogie anderer Yorkommnisse
bekanntlich nicht wahrscheinlich ist, dass die Diabase auf Curagao als typho-
nischer Stock auftreten sollten, so betrachte ich die Lagerungsform als decken-
artige Ausbreitung. Der Yergleich mit den Diabasen von Aruba legt aber die
Yermuthung nahe, dass diese Decke in der Tiefe mit Lagergangen zusammen-
hange. Ursprüngliche Kuppen dürften nirgends...”
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Thon, nur von zahllosen kleinen Scherben des Eruptivgesteins bedeckt werden, wenn
nicht der lauchgrüne oder von einer dünnen, braunen Eisenockerrinde überzogene
Fels unraittelbar zu Tage ausgeht. Das gelbbraune Colorit, bie und damiteinem
Stich ins Grüne, lasst sich bei dem Mangel einer Pflanzendecke auf weite Strecken
hin leicht überblicken. Die braunen, eisenschüssigen Thone aber, welche als End-
produkt der Verwitterung in den tiachen Mulden des Binnenlandes sich ablagern
und hier durch künstliche Anlagen vor der Wegführung ins Meer gescbützt werden,
erreichen eine ganz bedeutende Machtigkeit. In mehreren Brunnenlöchern waren
die Thone bei 10 m Tiefe noch nicht durchsunken.
Die Betheiligung der Diabase an dem Aufbau des Küstengebirges bedarf noch
besonderer Erlauterung, da das Eruptivgestein hier als Liegendes der quartaren
Kalke auftritt und durch Letztere fast ganz verhüllt wird. Deswegen giebt auch
Gabb an, dass das ganze Küstengebirge aus Korallenkalken bestehe...”
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blösst, welche das Lagerungsverhaltniss you Conglomeraten und Korallenkalken
naher demonstriren. Unter ihnen sind zwei Profile , welche westlich und östlich vom
Hafen, unweit des Eingangs zum
Schottegat, sich befinden, besonders
yon Wichtigkeit.
Der bedeutendste Aufschluss ist
der westliche. Hier liegt unmittel-
bar über dem Meeresspiegel ein
Complex yon lockerem Grand,
Breccien und Conglomeraten, in
Fig. 4. Profil westlich vom Hafen.
1. Diabas-Trümmergesteine. — 2. Korallenkalk mit
Diabasgeröllen. — 3. Korallenkalk, fast rein.
denen die Geschiebe und Gerölle faustgross werden (1). Es sind Diabas-Trümmer-
gesteine, von denen die Conglomerate durch ein kalkiges Cement zu einem sehr
festen Gesteine verbunden sind, und welche, bald gröber bald feiner, ohne Gesetz-
massigkeit mit einander abwechseln. Gerölle herrschen unter den allothigenen
Bestandtheilen bedeutend vor den Geschieben vor. Korallenbruchstücke sind in den
oberen Schichten dieses Complexes nicht selten...”
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“... Diabas unmittelbar von den Korallen-
kalken überlagert, ohne dass sich zwischen beide Pormationen ein Trümmergestein
einschaltete. Statt dessen sind die Kluftflachen, welche das Eruptivgestein regellos
durchsetzen mit einer Breccie gangartig ausgefüllt. Die Bruchstücke derselben
sind vom Nebengesteine abkünftig und das Cement ist Kalk, welcher von oben
her in die Spalten eingedrungen sein dürfte. Diese Yerhaltnisse, welche am Pusse
der Klippe, auf der das Quarantane-Etablissement sich befindet, gut zu beobachten
sind, deuten darauf hin, dass in der Caracas-Bai zur Zeit der Bildung der Korallen-
kalke keine erhebliche Brandung stand, entsprechend den Zustanden, die wir
auch heute noch dort finden; denn die Bucht ist fast so rullig wie ein Binnenmeer.
3
I...”
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“... Kalksteinen gebildeten Formation heraus-
schneiden. Es sind mehrere
kleine, kaum V2 111 machtige
und '/a—1 m hoch aus dem
Alluvium hervorragende Par-
tieen, deren Schichten auf dem
— 2 n Ti
:l E:
Fig. 6. Am Innenrande des Küstengebirges von Hato.
1. Diabas. — 2. Alluvium. — 3. Cretace'ische Sedimente.
Kopfe stehen und von W nach 0, fast parallel der Küste, quer iiber den "Weg
streichen. In wenigen Schritten Abstand folgen nach der Seeseite zu noch andere
Schichtenköpfe von gleicher petrographischer Beschaffenheit, von gleich geringer
Machtigkeit und mit gleichem Streichen, und dies wiederholt sich noch mehrfach
in der Richtung von Süd nach Nord.
Der petrographische Charakter der betreffenden Schichten stimmt durchaus
mit demjenigen überein, den die cretaceischen Sedimentargesteine im westlichen
Curagao zeigen, und dort wird auch die Altersbestimmung naher zu begriinden
sein. Hier ist indessen noch hervorzuheben, dass in West-Curagao die Sand- und
Kalksteine haufig mit...”
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der Zerbröckelung eher anheimgefallen sind als die machtigen Kalkbanke; doch
sind auch die Letzteren oberflachlich fast ganz in grosse, quaderförmige Blöcke
zertheilt, welche in der Regel sich nicht mehr in situ befinden.
Die Bestimmung des Streichens und Fallens ist dadurch an den meisten Punkten
unmöglich geworden; nur an einer Kalkpartie östlich von Savonet liess sich als
Streichungslinie W IS1 N feststellen , verbunden mit aDtiklinaler Lagerung. In diese
Streichungslinie fallen noch
zwei andere der kleineren
Fetzen dieser Formation;
die übrigen Partieen pas-
sen nicht hinein und liessen
auch keine nahere Bestim-
mung zu. Sie sind in der
beigefügten Kartenskizze
aus diesem Grunde einiger-
maassen willkürlich einge-
tragen. Auf dem Gipfel der
ersterwahnten Anhöhe im
Süden der Plantage nimmt die Kalkschicht eine schwebende Lage ein, wahrend
sie am nordöstlichen Abhange mit dem Berge fallt; hier befindet sich also wahr-
scheinlich eine zweite Antiklinale.
Die...”
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skelets erklart werden können, sondern Körper repraesentiren, welcke von dem
Lithothamnium überwuchert wurden. ') Bisweilen erscheint der Stock ringförmig
nach aussen geschlossen, wahrend sein Inneres einen fremden Kern birgt.
Concentrische Streifen der Anwachszonen lassen sich schon mit der Loupe
sehr deutlich in Querbrüchen und Dünnschliffen wahrnehmen, ebenso die früheren
a
Cystocarpien, welche unter dem Mikroskope in grosser Zahl sichtbar werden
(Fig. 23). In Langsschliffen zeigen sich fast quadratische Zellendurchschnitte
(Fig. 25), da ihre Breite 0,012, ihre Lange nur 0,015 mm betragt;1 2) stellenweise,
namentlich dort wo die Cystocarpien sich einschalteten, treten aber bedeutende
Abweichungen von diesen Maassen auf, denn die Lange kann 0,012 auch 0,019
und sogar 0,021 mm betragen, wahrend die Breite fast immer constant ist und
nur selten 0,015 mm erreicht. In Querschnitten besitzen die Zeilen einen regel-
massig sechseekigen Umriss (Fig. 24).
Kieselschiefer...”
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“... waren, eine
Auffassung, welche bei dem fast völligen Mangel grösserer Aufschlüsse durchaus
erklarlich ist, die ich aber doch im Hinblick auf das obenvom Fusse des Christof-
fels beschriebene Profil nicht für richtig halten kann. Ich betrachte vielmehr die
steile Stellung und das gesetzlose Fallen und Streichen der Schichten als die Folge
scharfer Faltungen und bedeutender Yerwerfungen, dem das ganze System in
gleichem Sinne ausgesetzt gewesen sein dürfte, wie es die Lagerungsform der Kiesel-
schiefer von Savonet uns lehrt. Die Griffelstruktur der Mergel steht damit im besten
Einklange.
1) Ygl. Dumontier 1. c. pag. 298....”
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“...43
spiegel und bildet den einzigen Berg m diesem Theile des Eilands; seine Gehange
fallen im Osten ünd Südosten steil zdm Meere ab.
An der Nordküste ist diesem Plateau ein niedriger, sehr schmaler Uferstreifen
vorgelagert, von welchem es sich durch schroffe Felswande scharf abgrenzt; an
der gegènüberliegenden Küste ist diese Scheidung indessen weit minder ausge-
pragt und besitzt der Uferstreifen eine viel grössere Breite. Er zieht sich langs
der ganzen Süd-und Westküste bis nach Westpunt hin und erreicht nördlich
von Oranjestadt die grösste Ausdehnung. Hier und in der Nahe der spanischen
Lagune zeigt seine Oberflache eine sanfte Wellenbildung, wahrend sie im Uebri-
gen fast völlig eben ist.
An der nordwestlichen Ecke der Insel befinden sich nur einzelne, niedrige
Hügel, von denen Keiner mehr als 30 m Meeresböhe besitzen dürfte.
Die oben erwahnte, von Reinwardt publicirte Karte Aruba’s giebt das Wesent-
lichste dér orographischen Gliederung der Insel gut wieder und...”
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“...44
Gbeognostische "Beobachtungen.
Auf Aruba konnte ich yon einem 12 tagigen Aufenthalte 10 Tage für geogno-
stische Untersuchungeii verwenden. Ich habe in dieser Zeit die Insel in den ver-
schiedensten Richtungen durchkreuzt und sie fast ganz gesehen, wenn auch, wie
selbstredend ist, nicht an allen Orten eingehender studirt. Auch hier wurde, wie in
einem grossen Theile von Curagao, die Uebersicht vielfach durch den Mangel einer
dichten Pflanzendecke erleichtert, so namentlich in der Nahe des Nordstrandes und
fast im ganzen Gebiete des Quarzdiorits und der jungen Sedimente. Wahrend aber
in diesen Gegenden die Formationen fast völlig entblösst auftreten, sind sie dort,
wo Pflanzenwuchs sich in üppigerer Entwicklung einstellt, desto unzuganglicher.
Dorniges Gestrüpp macht es daselbst unmöglich, sich in Kurzem einen Ueberblick
zu verschaffen, da man zur Ueberwindung dieser Hindernisse vielleicht das Drei-
fache an Zeit gebraucht wie in einem gleich coupirten Terrain von...”
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“...46
raume zwischen den Letzteren ausfüllt. Dies ist namentlich im Hooiberge der
Fall, welcher am Grip fel der Hauptsache nach aus einem kleinkörnigen Augifcaggre-
gate mit porphyrartig eingesprengten, kurz saulentörmigen Hornblendekrystallen,
deren Grosse bisweilen 2 cm übersteigt, aufgebaut wird. Zwar ist auch hier noch
eine Mineralcombination v or handen, welche dem normalen Quarzdiorite der Insel
durchaus entspricht, aber sie gleicht in ihrem Auftreten fast einem Trümernetze.
.Ich schliesse aus diesen Yerhaltnissen, dass der Hooiberg den Mittelpunkt einer
im Gebiete des Quarzdiorites stattgehabten Zusammenziehung von Hornblende und
Augit darstellt, welche sich im weiteren Umkreise des Berges allmahlig yerliert,
bis das Gestein in den normalen Quarzdiorit übergeht.
Aehnliches ist auch für die Nordwestecke der Insel angedeutet. Südöstlich
vom Hause steht daselbst der normale Quarzdiorit an, in dem sich bei Westpunt
selbst wieder die oben erwahnten Concretionen einstellen...”
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“...50
des Gesteins ansteht. Ferner gehen Quarzdiorite in der auf der Insel gewöhn-
lichen Ausbildung am Innern der gehobenen Uferterrasse zwischen Colorado und
Fontein als Liegendes der quartaren Kalke zu Tage aus. Es ist mir deswegen
sehr wahrscheinlich, dass dies Eruptivgestein auch das Grundgebirge des ganzen
südöstlichen Theiles yon Aruba bildet und hier nur yon dem quartaren Kalke über-
lagert wird, dass sonach, mit Ausnahme des gleich zu behandelnden Diabasgebie-
tes, fast die ganze Insel von dieser Formation eingenommen wird.
Diabas, rlntergeordnet Diabasconglomerat.
Nachst den Dioriten nehmen Diabase den wesentlichsten Antheil an dem Aufbau
yon Aruba; sie bilden das Hauptgestein des eingangs beschriebenen Gebirgsstockes
am Nordstrande, dem unter anderen der Jamanota und Ariekok angehören. Diese
Diabase sind kleinkörnige bis dichte, sehr selten grobkörnige, dunkelgrüne Ge-
steine, welche nach Kloos in allen Einzelheiten der Struktur mit denjenigen von
CuraQao...”
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“... grossen
und runden Blöcken bedeckten Höhen von Diabas ab. Auch in-Handstücken ist
eine Yerwechselung der hellgefarbten Diorite von granitischem Habitus und der
dunkien, meist feinkörnigen bis dichten Diabase fast immer ausgeschlossen; nur
die erwahnten, feinkörnigen Ausscheidungen innerhalb des Dioritmassivs können hier
zu einem Irrthume Anlass geben, doch sind dieselben, wie oben bereits hervorge-
hoben, ausserst selten. Aus solchen Gründen konnte das Haupt-Diabasgebiet schon
im Felde in der Weise begrenzt werden, wie es die Karte angiebt.
Griinscliiefer und sctiiefrige AmpLibolgesteine.
Ich fasse hier zwei Gesteinsarten zusammen, von denen die erstere innerhalb
der Diabasregion, die letztere ausserhalb derselben, aber doch in unmittelbarer
Nahe des Eruptivgesteins, ansteht....”
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“... Schichten ist überall eine sehr steile, fast senkrechte, und
das Streichen im stratigraphischen sowohl wie im tektonischen Sinne annahernd
von W nach 0 in beiden Thalern, in denen ich die Schiefer anstehend fand,
namlich in der Rooi Cachunti und dem Einschnitte, durch welcben der Wegvon
Oranjestadt nach Fontein fiihrt, zwischen Pan Blanco und Parabusté. Dieselbe
Richtung von W nach 0 nimmt aber nach der engliscben Karte auch der obere,
östliche Arm derj enigen Scblucbt, welche in die spanische Lagune einmündet und
an deren Ausgange ich ungemein zahlreicbe Gescbiebe von Griinschiefer gefunden
habe, neben Fragmenten von Quarzdiorit, welche langs der westlichen, aus dem
Dioritmassive herabsteigenden Nebenschlucht transportirt worden sind. Hierauf
stiitzt sich die Einzeichnung der dritten Grünschieferpartie als Gestein des oberen
Abschnittes der erwahnten Rooi, welchen ich selber nicht betreten habe.
Dass die Schluchten in die Schiefer durch Erosionswirkungen der zu Zeiten...”
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“... organischen
Substanzen wieder ausgefallt werden kann3).
Die Gewinnung des Goldes beschrankte sich lange Zeit hindurch fast aus-
schliesslich auf die Ausbeutung des Schwemmlandes und fand in ausserst primitiver
Weise statt. Entweder wurden die Seifen in grossen Schalen am Meere oder
in stehenden Tümpeln gewaschen oder in noch roherer Weise mjt Hilfe
des kraftigen Windes gesiebt, da fliessendes Wasser fehlte. Zu diesem Zwecke
breitete man die ausgegrabene Erde auf einem Tuche aus, zerklopfte sie mit einem
1) Vgl. über die frühere Meeresbedeckung das Capitel „Erosionserscheinungen” im Folgenden.
2) Reinwardt (1. e. pag. 274) kann sieb deswegen der Ansicht nicht verschliessen, dass das Gtold
von Aruba im Seifengebirge ursprünglich geschmolzen vorkam, und widerspricht sogar entschie-
den der Annahme, als ob es sich auf sekundarer Lagerstatte befinden könnte (1. c. pag. 278).
3) Transact. Am. Inst, of Min. Eng. Easton. IX. 1881.
9...”
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“...69
östlichen Bonaire, und in der Verlangerung seines Streichens liegen noch einige
andere, niedrigere Hügel in der Mitte der Insel; sie tragen die Namen Serro
Grandi, Wamari und Baradicarta. Fast der ganze übrige Theil von Ost-Bonaire
ist kaum über den Meeresspiegel erhoben; er scheint in der Richtung yon Süden
nach der Nordküste hin, deren Höhe ich auf 30 m schatze, allmahlig anzusteigen
und die Oberflache des Landes ist bis auf w enige, unbedeutende Wellen vollkom-
men eben.
Das bedeutendste Thai auf Bonaire ist dasjenige von Rincon. Es ist ein
Kesselthal, welches im Norden, Osten und Süden von den steilen Gehangen der
Küstengebirge und des Beide verbindenden Plateau’s eingeschlossen wird, im Westen
von den Auslaufern der von Brandaris und Karakao ausgehenden Höhenrücken,
im Nordwesten von einigen niedrigen Hügeln. Nur im Südwesten ist das Thai
nach Goto hin geöffnet, wahrend ein schmaler Einschnitt dasselbe östlich vom
Serro Largo mit der Nordküste verbindet.
Ausser...”
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