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Berechnung der relativen Höhen-Unterschiede wurde in folgender Weise verfahren:
Die "Werthe, welche die Scala des Luftdrucks am Aneroide auf den beiden
zu vergleichenden Höhen angab, wurden zunachst auf die gleiche Temperatur
reducirt. Der Werth’für diese Correction war in Leiden dadurch erhalten, dass
das Instrument bei den zwischen 13° C und 30° C liegenden Temperaturgraden
zum Theil nach künstlicher Erwarmung, beobachtet worden war.
Darauf mussten die taglichen Aenderungen des Barometerstandes in Rechnung
gezogen und eine dem entsprechende Correction angebracht werden. Da fast alle
Messungen in den Morgenstunden bei steigendem Barometer angestellt wurden,
1) Die Uniersuchung des Instruments hat durch Herrn Dr. J. E. Couvée im physikalischen
Institute von Herrn Prof. H. Kamerlingh Onnes in Leiden stattgehabt, und bin ich beiden Herren
fiir die Hilfe, welche sie mir bei den Berecbnungen der Höhen geleistet haben, sehr zu Dank
verpflichtet. Desgleiehen Herrn Dr. P. J. Kaiser in...”
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so führte ich an fünf Tagen in Westindien Morgens zwischen 6 und 10 Uhr
halbstündige Ablesungen des Aneroids aus und berecbnete aus den auf 0° C
reducirien Werthen fünf Mittel für das balbstündige Steigen an den fünf Tagen.
Hieraus leitete ich dann abermals den Mittelwerth ab, wie beistehend. ')
0,15 Nun zeigt zwar ein Bliek auf diese Zahlen, dass die betreffende
0,23 Correction des Aneroids stets nur annahernd richtig sein kann, da
0,05 die einzelnen Mittelwerthe zu sebr differiren; aber trotz dieserUnge-
0,25 nauigkeit werden die Messungen doch nur sebr unbedeutend durch
0,12 sie beeinflusst, da jene stets innerhalb sehr kurzer Zeit, wabrend
0,16 welcher der Barometerstand fast als unverandert angenommen werden
könnte, ausgeführt wurden. So 1st z. B. der Höhenunterschied zwischen dem
höchsten Punkte der Insein, dem Christoflfelberge, und Savonet innerhalb des
Yerlaufes zweier Stunden gemessen; die Correction für die tagliche Barometer-
anderung kann hier nur wenige...”
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“... Yeranderungen des Luftdrucks rascher an als
Quècksilberbarometer. Nun fallt aber das Barometer zwischen 5'/2 und 6 Uhr
Nachmittags sehr rasch, und da das Aneroid früher den niedrigeren Stand ein-
nehmen wird als das Quecksilberbarometer, sein Stand aber im Allgemeinen ein
zu hoher war (+ 2,7 mm), so musste der Correctionswerth bei einem raschen Sinken
für eine kurze Zeit ein geringerer werden. Ich gloube damit die anscheinende
Schwierigkeit als weggeraumt betrachten zu können.
Nach Anbringung der genannten drei Correctionen wurden wie auf den Insein
die entsprechenden Werthe der Höhenscala (für den Stand des Quecksilberbaro-
meters in Paramaribo und denjenigen des Aneroids an dem zu messenden Orle)
beide an dem Aneroide abgelesen und so die Höhendifferenz durch Subtraction
erhalten. Auch die Lufttemperatur ist in der oben angegebenen Weise in Rech-
nung gebracht. Bei einigen Punkten wurde nur die relative Höhe, verglichen
mit dem Flusse, in der auf den Insein angewandten Weise...”
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