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“..., im Fluge einer Schwalbe durchaus gleichenden Sturmvogel, die malavista der Spanier (Procellaria pelagica), unfem der genannten Inseln. Bei ruhiger Dünung und fast glatter Oberflache des Wassers begegneten uns am lQten December in betrachtliehem Abstande von den Azoren (wir befanden uns am Mittage auf 38° 20' N.Br. und 21° 59' W. L. Gr.) eine grössere Zahl von Schild- kröten und gleichzeitig mit ihnen einige Nordkaper (Physeter macrocephalus), welche mit Hülfe ihrer untergetauchten Nasenöffnungen beim Ausathmen der Luft eine prachtige Wassersaule gleich einem Springbrunnen schrag nach vorne hin emporbliesen. Dass die Thiere wirklich Wasser emportrieben, war augen- scheinlich, und es bedarf kaum der Andeutung, dass in dieser Breite nicht aus- geathmeter Wasserdampf in der Luft condensirt werden kann....”
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“... in eine krankhafte Apathie versetzt, so dass von ernster Arbeit und verstandnissvollem Lesen keine Rede sein kann; der Gesprachs- stoff der kleinen Gesellschaft ist langst erschöpft und das ermüdende Gleichmaass der Tage, welches nach überstandener Seereise gar zu bald vergessen undnuran der Hand der Tagebücher richtig gewürdigt werden kann, beginnt das Gemüth zu drücken. Sind es doch fast ganz verlorene Wochen, die in Nichtsthun und der Sorge für das körperliche Wohl zugebracht werden.--------- Wie begrüssten wir die er sten Anzeichen des nakenden Landes! Am Morgen des 29*6“ Decembers hatte das Meer noch seine tief indigoblaue, oceanische Farbung und einem künstlichen Glasflusse nicht unahnlich glitt es zu Seiten des Schiffes vorüber, am Mittage (wir befanden uns auf 8° 15' N. Br. und 53° 5' W. L.)nahm es eine lauchgrüne Farbung an, welche bekanntlich nur in der Nahe des Landes angetroffen wird. Hier war die aequatoriale Strömung ihre Ursache, welche von Südost nach...”
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“... kaum einen anderen Eindruck machen, als den einer ausgedehnten Sand- bank. Langsam lösen sichjetzt aus dem fernen Waldesrande die einzelnen höheren Baume heraus, mehr und mehr nimmt der dunkle Streifen eine bestimmte Gestalt an und endlich, beim Leuchtschiffe angelangt, lasst sich bereits eine Fülle von Einzelheiten der Yegetation erkennen. Man sieht Bramspunt an der rechten Seite des Surinam zungenförmig nach Westen yorspringen und hinter ihm das linke Ufer des Flusses, welches weiter entfemt und so minder deutlich hervortretend die Grenze zwischen beiden Uferlinien scharf markirt. Denn die Einfahrt liegt nicht in voller Breite vor uns, da der Surinam sich an seiner Mündung nach Hord westen wendet, eine Folge der Ablenkung, die er durch die nach West gerichtete Meeresströmung erfahrt. Dieselbe Richtung nimmt auch die Mündung des Coppename, wahrend Nickerie und Saramacca in ihrem untersten Abschnitte fast genau von Ost nach West ver- laufen und hierin mit dem Commewijne...”
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“... „Waterkant,” welche einzehne Galerien und viele Balkons besitzt, vermisst man solche Anlagen tast überall. Freilich wird dieser Uebelstand zum Theil durch die grossen Hofraume und kleinen Garten ausgeglichen, welche sich an der Rückseite der Herrenhauser ausdehnen und welche, bisweilen mit mehreren Nebengebauden besetzt, den in dienetlichem Yerhaltnisse zum Eigenthümer stehenden Leuten zum Aufenthalte dienen. Eine besondere Thür bildet den Eingang zu diesen Raumen. Das Material, aus welchem die Hauser aufgeführt sind, besteht fast aus- schliesslich aus Holz; sie besitzen nur einen niedrigen, kaum 1 Meter hohen Unterbau von Stein und sind mit Schiefer gedeckt. Ihr Anstrich ist freundlich weiss oder lichtgrau, wahrend Thüren und Fensterladen grün gefarbt sind, so dass sie sich ausserordentlich gunstig aus der Yegetation der Umgebung abheben. Ausser dem am „Gouvernementsplein” gelegenen Justizgebaude und dem angrenzenden Gebaude der Finanzverwaltung, von dessen niedrigem Thurme , dem...”
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“...9 Anpflanzungen von Cassave (Manihot utilissima) und Yams (Dioscorea alatd), zwischen denen armliche Strohhütten der Feldarbeiter zerstreut liegen. Dann wieder begegnet man durchaus landlichen Bildern, Bauernhöfen, die fast getreu den hollandischen Charakter bewabrt baben — überall aber Ueppigkeit und Reichthum der verschwenderischen Natur. Wer kurz vor Einbruch des Abends durch diese Gegenden fahrt, wenn die Strablen der Sonne bereits geschwacht sind und die Scharen der prachtigen Falter und Koli- bris, die am Tage gleich Bienen vor den Bliithen flattern, schon zur Rüste gegangen, der geniesst die Pracht der Tropen in einer Weise, wie sie kaum schoner gedacht werden kann. Aber auch nach dem Einfallen der Nacht ist der Aufenthalt hier an Wundern der Schönheit reich, wenn Sterne und Mond wetteifern, die glanzenden Blatter der Pflanzen mit ihrem magischen Lichte zu iibergiessen. Die Einwohnerzahl von Paramaribo betrug wahrend meiner Anwesenheit 24758, d. i. fast die Halfte...”
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“...13 hart als unter gleichen Yerhaltnissen in Europa beurtheilt werden muss. Weder Neger noch Indianer kennen, wie ich kaum hervorzuheben brauche, eine Ehe nach Art der civilisirten Welt und ihre Frauen sind in Folge dessen eines in timen unehelichen Umganges wegen nicht minder geachtet, als wenn das Bündniss gesetzlich ge- schlossen ware. Wie soil man unter solchen Umstanden grosse Sittlichkeit im Sinne der europaischen Zustande erwarten? Nur zunehmendes religiöses Bewusstsein, dessen Entwicklung langere Zeit erfordert, vermag die Yorbedingungen für gesit- tetere Yerhaltnisse langsam zu entwickeln. Die Immigranten gehören zu den anziehendsten Erscheinungen der Colonie, und wer Gelegenheit hat, ihre Ankunft aus Britisch Indien zu beobachten, sieht eine solche Fülle von malerischen Gestalten und Trachten, dass schon sie allein einen Besuch von Paramaribo dem Künstler lohnend gestalten würden. In allen Schattirungen braune bis fast schwarze Menschen, mit glanzenden Augen...”
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“...16 die Rhede so belebt war, dass nacb Stedman >) selten weniger als 80, bisweilen 100 Kauffahrteifahrer daselbst lagen, so sieht man jetzt ausser den Mailboten kaum ein einzelnes, grösseres Schiff. Auch die „Tenthöte” (etwa 10 Meter lange und 2 Met^r breite, mit einer aus Holz gebauten Cajüte yersehene Ruderböte), welche friiher mit grosser Pracht ausgestattet waren und den Personenverkehr zwischen Paramaribo und den Plantagen vermittelten, sind fast ausnahmslos zugeschmack- losen, schlecht unterhaltenen Holzkasten herabgesunken und man bedient sich statt ihrer meistens der kleinen Dampfbarkassen, welche den Unterlauf der Ströme befahrén und von denen Eine auch auf dem Surinam bis nach Boschland hinaut den Yerkehr mit den Goldfeldern unterhalt. Schon lange vor der Freilassung der Sklaven begann die Verarmung der Colonie, da jene Maassregel stets bevorstand, wahrend fiber ihre Ausffihrung die grösste Unsi- cherheit herrschte, so dass die Pflanzer, unbekannt mit der Zukunft...”
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“... betrug er fast 6V2 Million und es ist gar nicht zu bezweifeln, dass die Production des Metalls sich noch in grossartiger Weise 1) West-Indië II. pag. 80. 2) Vgl. J. Blaeus. Groote Atlas of wereltbeschrijving. Amsterdam. 1665. Karte von Guiana._____ P. du Yal. Coste de Guayane, autrement Prance equinoctiale en terre ferme d’Amérique. Paris 1677. — J. J. Hartsinck. Beschrijving van Guiana of de wilde kust in Zuid-Amerika. Amsterdam 1770. pag. 126. — Hierin der See Parima, welcher in El Dorado gelegen sein sollte, am Boden mit Gold bedeckt, u. s. w. 3) C. A. van Sypesteyh. Beknopt overzicht van de goudexploitatie in Suriname 1874—79 (Aard- rijkskundig Genootschap. Band IY. 1880. pag. 184). — Elout van Soeterwoude. De Surinaamsche goudvelden (Gids 1884. pag. 436). 3...”
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“... Gebiete des Surinam nur schüchtern am Waldsaume unter die Lianen durch- drangen und mit vielen anderen, ansehnlichen Baumen das Unterholz des höchsten Baumwuchses bilden, ragen hier hoch empor und tragen nicht selten ihre Köpfe höher, als alle umgebenden Pflanzen. Was indessen die Landschaft an imposanter Grosse verloren hat, das gewann sie andererseits durch die Ansiedlungen der Neger; denn manche Wohnung blickt aus dem hie und da gelichteten Walde, umgeben von Brodbaumen (Arto- carpus) und Palmen, auf den Unterlauf des Flusses und bildet eine angenehme Unterbrechung der grünen Wand. Weiter aufwarts, oberhalb Onoribo, treten die Waldungen der beiden Ufer nahe zusammen; Graser und Wasserpflanzen (darunter Nymphaea) bilden schwimmende Inselchen und vom Lande ausgehende, lichtgrüne Teppiche, welche sich prachtig von der durch organische Bestandtheile fast schwarz gefarbten, schön spiegelnden Wasserflache abheben. 1 2) Die Ufer erscheinen vom Flusse aus gesehen überall sehr niedrig...”
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“...24 Auf demselben Wege, auf dem wir gekommen, kehrten wir nach Paramaribo zurück, von unzahligen Lichtkafern am Abende wahrend der Flussfahrt umschwarmt, wahrend sich auf dem breiten Surinam zu der Pracht des tropischen Sternhim- mels noch die herrliche Pyramide eines vom Horizonte aufsteigenden Zodiakal- lichtes geselite — fast zu viel Licht für die laue Nacht. Reise zum oberen Surinam. In der Frühe des 30ten Marz begannen wir unser Fischerbot zu beladen, welches uns bis zu den Stromschnellen des oberen Surinam als Transportmittel dienen sollte. Es war ein ziemlich geraumiges Fahrzeug, das unseren sechs, zur Bedienung und zum Rudern bestimmten Leuten genügende Sitzplatze bot, unsere Kisten und Bündel mit einiger Mühe aufnahm und uns selbst theils auf Letzteren theils unter einem kleinen Dache von Palmblattem auch noch ein Platzchen übrig liess. Freilich war es bescheiden genug, und je nach dem mehr oder minder grossen Geschicke, mit dem am Morgen eines jeden Tages das...”
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“... einen kurzen Augenblick heraustreten, um sie bei der folgenden Krümmung des Wassers ebenso rasch wieder aus den Augen zu verlieren. Es müssen Höhen sein, welche am Cederkreeke gelegen sind; nur zwei Gipfel werden sichtbar, von denen der östlich gelegene höher erscheint und eine fast kegelige Form besitzt, wahrend der andere, dem Flusse naher gelegene eine flachere Kuppe darstellt. Die Insein im Flusse, welchen wir heute begegneten, sind ohne Ausnahme 1) P. J. Benoit. Voyage h. Surinam. Tab. 21. — So vortrefflich die Bilder in kiinstlerisoher Hinsicht sind, so sind sie doch im Ganzen wenig naturgetreu. An den Waldungen sieht man, dass sie bisweilen nur nach der Phantasie gezeichnet sind, und die Abbildungen, namentlich die indianischen Frauengestalten, sind idealisirt....”
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“... auch wohl ein Korbstuhl oder ein kleiner Spiegel, sich befindet. Sie kleiden sich gleich den Negern und Mischlingen der Stadt und machen einen bedeutend besseren Eindruck als ihre Stammesgenossen an der Para. Denn obwohl sie freundlich und zuvorkommend sind, so haben sie doch nichts mehr von sklavischer Unter- würfigkeit; nie hörte ich hier noch das Wort masra aussprechen und ihr Benehmen ist der Art, dass es manchem europaischen Arbeiter zum Yorbilde würde dienen können. Diese guten Eigenschaften schreibe ich dem TJmstande zu, dass Phaedra ziemlich haufig mit den Einwohnern der Stadt in Berührung kommt, ohne den entsittlichenden Einflüssen derselben unterworfen zu sein. Fast alle Einwohner des Dörfchens sind von den Herrnhutern bekehrt worden und nur einzelne opfern noch dem Cottontree. Der Angesehenste unter ihnen, Bigot genannt, will ein Mittel gegen den Biss giftiger Schlangen besitzen, und deswegen hofften wir auch ein paar Klapperschlan- gen, die wir lebend mitgebracht...”
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“... Babunhol, ein wenig unterhalb des Beaumontkreek gelegene Insel, welche bei Hochwasser etwa 2 Meter über das Niveau des Flusses hervorragt, aber als eine vom Wasser bedeck te Barrière fast durch die ganze Breite des Stromes 1) Es ist dies die niedrigste Temperatur, welche ich wahrend der Dauer der ganzen Reise beohachtete. In der Regel lag die Minimaltemperatur der Nacht zwischen 21° und 23° C.; in Einem Falie betrug sie sogar 24,7° C. Um 6 Uhr morgens wiess das Thermometer stets noch den niedrigsten Stand an, den es wahrend der Nacht erreicht hatte. Schomburgk fand als niedrigste Temperatur im Marz 69° F. (Reisen in Guiana und am Orinoko pag. 163). 2) Wir schossen auf unserer Rückkehr hier folgende Yögel, welche in den Palmkronen sich aufhielten: Tanagra palmar um Max., Tanagra atrosericea Lafr., Volatinia jacarina L. und Spermophila misga V....”
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“... umher von waldigen Ufern umgeben, aus denen weiss berindete, hell leuchtende Baumstamme, geziert mit fast halbkugeligen Baum- kronen und behangen mit zahlreichen Schlingpflanzen hervortreten. (Tab. I.) Der Wald beginnt schon den Charakter anzunehmen, den er prachtiger noch im Ge- biete der Stromschnellen zeigt; von den Einwirkungen der Salzfluthen ist nichts mehr zu bemerken, denn Rhizophoren und Brantimaka haben uns langst verlassen, und Montrichardia erreicht dort, wo sie noch vereinzelt auftritt, niemals mehr die gewaltige Grosse, welche sie im unteren Laufe des Surinamaufweist. Pallisaden- palmen fehlen oberhalb Phaedra ebenfalls und Bactris (keesi-keesi-makd) bildet nur vereinzelte Gruppen, dagegen tritt die Buschpapaya (Cecropia peltata) in ge- waltigen Mengen gruppenweise auf; oft sieht man am Ufer das schön blühende Com- betrum laxum. Aus dem Walde ertönte der glockenahnliche Ruf des Tukan (Bham- phastos). Wir mussten hier unsere Dampfbarkasse verlassen, da das Wasser...”
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“...34 wieder auf. Dabei war Einer der Yorsanger, welcher Alles, was andere Leute besprecben würden, in eine monotone Melodie1 2 *) übertrug und durch solcfee Impro- visationen seine Genossen erfreute, die dann fleissig den Refrain mitsangen.8) Oft erinnerte mich die Art des Yortrags an einen jüdischen Rabbi in der Synagoge. Fast alle waren Mischlingë; nur Einer ein echter Neger, ein Anderer ein Halb- blut-Indianer, und die Uebrigen weiss ich nicht besser als mit Halbneger zu bezeichnen, welche je nach dein Besitze einer etwas lichteren Hautfarbe mit Ge- ringschatzung auf den ein wenig dunkler gefarbten Genossen, den „Neger,” her- absahen. Unter ihnen war der Koch die vornehmste und interessanteste Persön- lichkeit, denn die Herrnhuter hatten einmal den Plan gehabt, ihn zum Schulmeister für die Neger heranzubilden, so dass er auf den Titel eines meester Anrechte zu haben glaubte, den wir ihm denn auch gerne gönnten. Ueber sein dickes, wol- liges Haar, in welchem Streichholzer...”
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“...37 welche bei Bergendaal von dem Strome durchbrochen ist, erstreckt sich z war noch sehr weit nach Osten langs dem rechten Ufer, aber zunachst tritt sie ein wenig vom Wasser zurück und wird dadurch dem Auge oft völlig entzogen. Eine Strecke unterhalb des Mawassiekreeks, dessen Mündung wir kaum wahrnehmen konnten ’), nahert sie sich wieder dem Flussbette und zahlreich liegen hier grosse Felsblöcke in der Nahe des Ufers im Wasser, bedeckt mit einem glanzenden, duukelschwar- zen Harnische, der Yerwitterungsrinde, von deren dunklem Grunde sich die viel- fach darauf hinkriechenden Rankengewachse zierlich abheben; so unter anderen auch bei Kauruwatra (kaltes Wasser), einer Quelle unterhalb des Mawassie- kreeks, die wir leider in dieser Zeit ganz ausgetrocknet fanden. Schüsselförmige, runde und elliptische Vertiefungen und fast ebene, glatt geschliffene Flachen sieht man nicht selten auf den erwahnten Blöcken; sie dürften dadurch entstanden sein, dass lose aufliegende, andere...”
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“... übernachten müssen, waren mit Recht sichtlich verstimmt; aber mit dem Nachlassen des Regens erwachte auch wieder die Hoffnung auf baldigen Sonnenschein und bessere Stunden. So warfen wir denn einen letzten Bliek auf die Kuppen des Cederkreeks, welche von Boschland gesehen den Fluss aufwarts abschliessen und dort einen prachtigen, im Duft des Morgennebels schwimmenden Hintergrund bildeten, drückten dem weissen Brigadier, seiner schwarzen Frau und ihren reinlich gekleideten, mit zierlichen Lockenköpfchen geschmückten Kindern die Hand und stiegen wohlgemuth zum Landungsplatze hinab, wo auf Stöcken im Wasser eine Reihe von Termiten- nestern stand, deren Insassen den Hühnern und Enten zur Nahrung dienen. In grossen Scharen flogen am Ufer die braune, gelb und schwarz gefleckte Mechanitis mneme L. und ebenso viele Exemplare von Ithomia giulia Hew. und I. ninonia Hübn. umher. Das Strombett tragt bereits einen anderen Charakter; zusammenhangende Klippen bilden Barrièren, welche es fast der...”
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“...39 ebensoviel oder noch mehr zurück. Es blieb den Leuten nicbts Anderes übrig, als von Fels zu Fels schreitend, watend und schwimmend dem Bote yoranzugehen und dieses dann an einem langen Taue nachzuziehen. Unermüdlich waren sie in ihren Anstrengungen, und endlich gelang es, die oberhalb Brokopondo gelegene Insel am rechten Flussufer zu passiren; aber schon wieder sperrte eine Barrière an der oberen Endigung des Eilands fast den ganzen Strom ab; ihr folgte in sehr kurzem Abstande eine zweite, und nacbdem der Fluss weiter aufwarts eine kleine Strecke leichter befabrbar gewesen — zahlreiche Klippen sind trotzdem noch immer vorhanden —, folgte beim Dabikwénkreeke nóch eine dritte, das Wasser quer durchsetzende Felspartie. An allen diesen Punkten war die Durchfahrt nur mit den grössten Mühen ausfindig zu macben und zu bewerkstelligen; vielfach mussten wir die balb verrichtete Arbeit wieder aufgeben, wenn sich der gehoffte Ausweg als zu seicht erwies, und in dem Labyrintbe der...”
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“... Schutzmittel gewesen. Einer der zudringlichen Buschneger, die uns gestern helastigten, war auch schon vor unserer Abfahrt wieder erschienen, sammt seiner wohlgebildeten Frau, welche von unsern Dienern mit dem Namen eines goldenen Kafers belegt wurde und durch das Wohlge- fallen, das sie erregte, die schleunige Abfahrt des eifersüchtigen Mannes bewerk- stelligte. Wir hrachen um 8 Uhr morgens ebenfalls auf, urn zum nahe gelegenen Koffiekamp zu gelangen, von wo wir unter Mithilfe der Buschneger und in Ko- rialen unsere Reise stromaufwarts fortzusetzen hofften. Baku, welcher alsbald wieder zu uns stiess, war hei der Ueberwindung einiger Klippen behilflich, die unterhalb des Sarakreeks in Yerhand mit Sand- banken fast die ganze Breite des Stromes einnahmen und nur am linken Ufer eine schmale Durchfahrt liessen. Er versprach auch die nöthigen Koriale von seinem Wohnplatze am Sarakreek nach Koffiekamp herbeizuschaffen. Der Haupt- ling war heute mit einem ordentlichen, grauen Beinkleide und...”
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“...45 In allen Buachnegerdörfern, welche ich besucht habe, linden sich zwei ver- scbiedene Arten von Wohnungen, geschlossene und offene, nur mit einem Dache versehene Hütten. Die Ersteren sind niedrige, vierseitige Hauser, deren Wande aus geflochtenen Palmblattern gebildet sind und welcbe nur einen niedrigen Ein- gang besitzen, durch den der Bewobner in gebückter Stellung eintreten kann; das ebenfalls aus Palmblattern hergestellte, schrage Dach reicht mit seinen über- stehenden Seitentheilen fast zur Erde. Vielfach bildet eine vorgesetzte Blattermatte den einzigen Verschluss. Im Innern sind meistens zwei Raume vorhanden, welche durch gleiches Elechtwerk von einander geschieden werden und deren Einer als Schlafraum dient; in dem anderen hangen an den Wanden allerlei Gerathe und Kochgeschirre, unter denen aus Kalabassen gefertigte Schüsseln und Löffel die Hauptrolle spielen. Aber auch Thongefasse sieht man, zierliche, runde Kummen, bisweilen mit hübsch ausgeschweiftem Rande...”