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aber ein alter See 1st, wie Humboldt vermuthete und bereits Ernst widerlegte.')
Auch Sievers bat sieh der Auffassung des Letzteren angeschlossen.1 2)
Eben so deutlicb geht aber aus den oben geschilderten Yerhaltnissen auch die Rich-
tigkeit der Annahme von Ernst hervor, dass die Schluchtenbildung bei der Stadt nichts
mit dein Erdbeben vom 26 Marz 1812 gemein hat3), wie Sievers falscblich annahm.
Es sind die Schluchten nichts Anderes , als in die Bache einmündende Wasserrisse,
vorgezeichnet durch das abströmende Regenwasser und erweitert unter Mithilfe
des Sickerwassers, welches zunachst die Erdpyramiden heraushildete, und, beim
Fortschreiten derselben nach innen zu, Eine senkrechte Wand nach der anderen
seitlich abstürzen liess.
Spuren des Erdbebens linden sich noch immer an der alten Kirche von Alta
Gracia, an deren Thurme einzelne Theile ein wenig gegen einander verschoben
sind, gerade als ob derselbe aus Quadern aufgebaut ware. Dies ist namentlich an
den cannelirten, saulenartigen...”
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