| 1 |
 |
“...aber weiter ist über
das Relief des Landes nichts zu erfahren, da die Waldungen den Ueberblick
V
verwehren. Jedenfalls würde es aber falsch sein anzunehmen, dass die ganze weitere
Umgebung der Para durchaus flach sei, denn ein Zufall lehrte uns auf dieser
Fahrt selbst noch einen etwa 20 Meter hohen Hügel anstehenden Gesteins bei
Topibó kennen. Herr Benjamins hatte ihn bei einer früheren Gelegenheit besucht
1) Leider ist das Bambusrohr Surinams für die Industrie nicht brauohbar.
2) TJeber die Flora der Para vgl. den Bericht meines Reisegenossen Suringar, 1. c. pag.75ff....”
|
|
| 2 |
 |
“...99
zwischen glaubt man auf den ersten Bliek Pflanzenformen wahrzunehmen, welche
mit den Gewachsen des sandigen Diluviums übereinstimmen, denn dieselbe magere,
krüppelige Flora tritt uns hier aucb inmitten der tropischen Natur entgegen. Etwa
5 Meter hohe Exemplare von Cacbou (Anacardium occidentale) ersetzen unsere un-
vollkommen ausgebildeten Eicben der Haiden und nur die dornigen Awarrapalmen
(Astrocaryum aculeatwm) erreichen eine ansehnliehere Grosse. Ueberall steben
tburmförmige, etwa ]/2 Meter hohe Bauten von Termiten, welche den Sand als
Baumaterial benutzt haben, umher und Wespennester hangen in grosser Zahl an
den Strauchern, so dass man oft zu weiten Umwegen genöthigt wird, um ihnen
auszuweichen. Haufig kommt in den Savannen die Klapperschlange vor, und da
das Rascheln des Grases beim Gehen das Gerausch der Klapper übertönt, so muss
man sich hüten, auf sie zu treten. Die Indianer nehmen die Gegenwart der Schlange
an ihrem bisamartigen Geruche wahr.
Nach einem Marsche von etwa sji...”
|
|
| 3 |
 |
“...Umriss des Landschaftsbildes in der Hahe der Küste noch
einigermaassen mit der Dürre des Bodens zu versöhnen vermag, so ist das Bin-
nenland von Ost-Curagao von einer geradezu unertraglichen Eintönigkeit. Auf
wohlunterhaltenen Wegen fahrt man hier durch ein flachwelliges Terrain, dessen
niedrige Hügel aus einem kaffeebraun bis grünlich verwitternden Eruptivgesteine
Neerlandicis Curasao, Aruba et Bonaire. (Verslg. Mededlg. Kon. Akad. Wetenseh. 3e Reeks.
Deel II. pag. 183. Amsterdam). — Ueber die Flora der Insein im allgemeinen ist zu yergleichen:
Suringar, ïfederlandsch West-Indische Expeditie, vervolg. (Tijdschr. v. h. Aardrijkskdg. Genootsoh.
te Amsterdam. Ser. II. Deel III. Afdlg. Yerslg. en Mededeeling. N°. 5, 6 ff.)
2) Ygl. hierüber Naheres im geologischen Theile.
3) M. D. Teenstra. De Kederlandsche West-Indische eilanden. Amsterdam 1836, 37.'— 8. van
Dissel. Curacao. Herinneringen en schetsen. Leyden 1857. u. a. m....”
|
|